Rückblick 2017, Ausblick 2018

Rückblick, Ausblick und meine zukünftigen Ziele im Optionshandel

Weitere 365 Tage sind vorbei. Das Jahr 2017 ist abgeschlossen. 2018 ist uns neugeboren. Ich bin bereits gespannt was es bringen mag. 2017 war für mich persönlich ein sehr erfolgreich Jahr in allen Belangen. Sowohl persönlich, beruflich und finanziell. Im finanziellen Bereich war sicherlich der Einstieg in den Optionshandel Mitte Februar die prägendste Entscheidung. Schon lange hat mich ein Thema so gepackt. Ich konnte sehr viel lernen, auch außerhalb der Options-Bubble. Ebenso habe ich Summen innerhalb weniger Monate verdient, wovon ich davor nur träumen konnte. Des Weiteren habe ich im April letzten Jahres diesen Blog eröffnet um über meine Erfahrungen zu berichten, euch mitzunehmen auf meinen Weg zum (hoffentlich irgendwann mal :D) erfolgreichen Optionshändler.

Mein Optionsjahr 2017

2017 ging der Kurs aller großen Indizes immer weiter nach oben und nach oben. Neue Allzeit-Hochs wurden schon fast im Tagesrythmus erzielt. Abgesehen von wenigen Mini-Korrekturen mussten wir keine großen Negativphasen erleben. Das machte sowohl Trading, wie auch Investment einigermaßen entspannt. Dafür waren durch die niedrige Volatilität auch die Prämien im Optionsverkauf entsprechend im Keller. Auch musste Vorsicht gewalten werden vor plötzlichen Vola-Anstiegen, die uns sehr schnell und drastisch in den Verlust ziehen konnten. Dennoch denke ich, dass ich für den Start in den Handel mit Optionen ein lehrreiches Jahres bekommen habe. Anfängliche Fehler wurden verziehen durch die stabile Marktentwicklung und trotzdem kam ich auch das eine oder andere Mal in Druck bzw. musste Verluste verkraften.

Buy-and-Hold oder auch die Dividendenstrategie haben mich nie so wirklich gepackt, da ich immer ein Stückchen mehr tun wollte. Der Optionshandel befindet sich im zeitlichen Aufwand genau im Mittelfeld zwischen langweiligen und sehr langfristigen Buy-and-Hold und aktiven Daytrading. Die letzten Monate haben mir gezeigt, welches Potential im Verkauf von Optionen steckt. Über 3000 € konnte ich 2017 alleine mit dem Optionshandel realisieren. Dazu kommen noch ca. 200€ Dividendeneinnahmen. Das Depot ist ebenfalls stetig angewachsen: Von anfänglichen 3000 € bis nun zu knappen 50.000 €. Kräftigen Einzahlungen von liquiden Mitteln auf Tagesgeldkonten und auslaufenden Sparverträgen sei Dank!

Ziele im Optionshandel

Da ich das Reflektieren von Vergangenen zwar als sehr wichtig erachte, lebe ich dennoch in der Gegenwart und denke lieber über das was kommt nach. 2018 möchte ich mich weiterhin auf den Optionshandel fokussieren. Das Depot hat nun eine Größe erreicht, wo es nun auch langsam „Spaß“ macht. Größere Trades und mehr Trades sind nun möglich. Damit ist auch das Potential für höhere Einnahmen deutlich stärker vorhanden. Deswegen setze ich mir für 2018 das Ziel monatlich im Schnitt mindestens 400€ zu verdienen bzw. 4800€ im gesamten Jahr.

Aufgrund des größeren Depots, wie auch der gestiegenen Erfahrung, denke ich, dass dieses Ziel durchaus realistisch ist. Mein Ansatz ist schließlich nicht das schnelle und große Geld, sondern ein regelmäßiges und einigermaßen zuverlässiges Einkommen. Im optimalen Marktumfeld und einem fehlerfreien Handel meinerseits (was ich mir beides nicht vorstellen kann) kann ich mir sehr gut vorstellen, dass auch das Doppelte, also 800€ monatlich bzw. knapp 10.000 € jährlich drin sind. Mein Anspruch oder Ziel ist es aber nicht.

Future-Optionen werden interessant

Ein weiteres großes Thema in 2018 werden für mich Future-Optionen werden. Das Depot erlaubt es, und ich empfinde Future-Optionen als eine sehr interessante Ausbaustufe meines persönlichen Handels. Spannend hierbei finde ich insbesondere die große Auswahl an den verschiedensten Märkten, die Unabhängigkeit vom Aktienmarkt und das andersartige Volatilitätsverhalten. Des Weiteren gibt es im Future-Bereich auch einfach größere Kontrakte um mit weniger Trades mehr Prämie einnehmen zu können.

Die Vorgehensweise wird hierbei sein, dass ich mich zuerst etwas allgemein in Futures und Future-Optionen einlesen werde. Darauffolgend werde ich etwas rumspielen im Papertrading-Konto. Wenn ich damit klar komme, dann werde ich, wie auch schon bei den Aktien-Optionen, mich mit kleinen vorsichtigen Positionen an das Thema auch mit Echtgeld heranwagen. Wenn ihr mir dazu entsprechende Literatur bzw. auch andersartiges Material empfehlen könnt – nur zu!

Macht meine Dividendenstrategie noch Sinn?

Als zweites großes Ziel für 2018 gilt es meine langfristige Investmentstrategie zu überdenken und fokussierter zu gestalten. Bisher habe ich mal hier und da ein paar Einzelaktien gekauft. Natürlich davor ausführlich fundamental bewertet. Dennoch hatte ich und habe ich kein richtiges System bzw. eine Strategie nach dem ich langfristig investieren möchte. Jedenfalls keines, dass mich zufriedenstellt. Des Weiteren stelle ich mir in letzter Zeit immer öfters die Frage, wie weit ich den Optionshandel in meine Investments eindringen lassen will.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass viele Leute deswegen zum Optionshandel kommen, weil sie es mit Buy-and-Hold vermischen können: Läuft die Put-Option gegen dich, dann lässt du dir deine Lieblingsaktien einbuchen. Oder generiere Zusatzeinkommen, indem du Calls auf deine bestehenden Buy-and-Hold Positionen verkaufst. Es ist nichts verwerfliches daran diese Strategien zu handeln. Ich tat bzw. tue es ja auch. Aber so zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass man das „böse“ Trading mit Optionen unter den Mantel vom „guten“ Buy-and-Hold betreibt. Wieso das eine besser, positiver oder was auch immer ist, verstehe ich sowieso nicht. Es sind unterschiedliche Finanzinstrumente, die auch unterschiedlich behandelt werden möchten.

In meinen Augen schränkt man sich an vielen Stellen einfach ein, wenn man beide Strategien zu tief vermischt. Die Auswahl der Underlyings ist beschränkt, da ja nur fundamental 100% passende Aktien gehandelt werden dürfen. Andererseits nutzt man auch nicht die genialen Reparaturmechanismen des Optionshandels um die großen Drawdowns abzufedern.

Was nun davon richtig oder falsch ist, möchte ich dieses Jahr herausfinden. Auch möchte ich mir selbst die Frage beantworten, ob ich in Zukunft weiterhin den Fokus so stark auf die Dividende legen möchte oder ob ich einfach meine Lieblingsaktien kaufe. Der Optionshandel unterstützt ja dabei, ein regelmäßiges Einkommen zu erwirtschaften.

Pläne für den Blog

Invest-ABC, mein Blog, hat etwas gelitten die letzten Monate und wird es höchstwahrscheinlich auch weiterhin. Grund hierfür ist, dass ich Anfang Oktober 2017 ein Fernstudium neben meinen Vollzeit-Job gestartet habe. Es macht mir – bisher jedenfalls – viel Spaß, nimmt aber auch einige Zeit in Anspruch. Da dieses Studium Priorität Nummer eins ist für mich, müssen andere Projekte wie beispielsweise der Blog, etwas zurückstecken. Dennoch werde ich versuchen meine 2-3 Artikel pro Monat rauszuballern. Druck mache ich mir hierbei aber keinen.

Mit meinen Blog verfolge ich keine größeren Zielen. Er muss sich in meinen Augen auch nicht selbst finanzieren bzw. habe ich auch nicht vor ihn zu monetarisieren. Es ist für mich ein liebgewonnenes Hobby, um meine Gedankengänge niederzuschreiben und immer mal wieder an verschiedenen Stellen mit euch in den Austausch zu kommen. Ich ziehe den Hut vor allen meinen Bloggerkollegen, die eine riesige Frequenz mit durchgehend hervorragender Qualität an den Tag legen. Viele sind auch so weit, dass sie wirklich gute finanzielle Erfolge mit ihrem Blog erzielen und diese auch noch transparent veröffentlicht. Macht weiter so!

Vorhersage zum Börsenjahr 2018

Aber wie ist denn nun meine Vorhersage für die Börse 2018?
Ganz ehrlich?
Keine Ahnung.

Ich bin skeptisch, dass wir nochmal ein Jahr wie 2017 bekommen. Ich glaube schon, dass wir es dieses mal auch mit ein paar vernünftigen Korrekturen an den Märkten zu tun bekommen. Den großen und furchterregenden Crash sehe ich hierbei aber noch nicht bzw. kann ich keine Anzeichen dafür erkennen. In meinen Augen muss man den Markt am besten täglich im Blick behalten und dann kurzfristig entscheiden. Derzeit sieht alles sehr gut aus. Alle Indizes gehen fröhlich nach oben und die Volatilität ist niedrig. Ändern kann sich diese Situation aber schnell. Wann? Werden wir sehen…

Spannend betrachte ich ebenso die Entwicklung der Kryptowährungen. Ich persönlich bin hier nicht investiert. Irgendwie reizt mich dieses Thema, trotz meinen IT-technischen Hintergrund, nicht wirklich. Ich nehme die grundlegende Beschäftigung mit diesen Thema auf alle Fälle auf die Agenda für 2018, da ich schon glaube, dass vielleicht der eine oder andere Coin nicht nur ein reines Spekulationsobjekt ist, sondern evtl. doch ein ernstzunehmendes Zahlungsmittel der Zukunft bzw. ein Investment darstellen könnte. Vielleicht werde ich hierzu detaillierter mal in einen meiner zukünftigen Artikel eingehen.

Am Schluss dieses Artikels möchte ich mich bei euch, den Lesern, herzlich bedanken für euren regen Austausch in den Kommentaren!  Der freundlich und immer wieder sehr aufschlussreiche Kontakt hat mich immer wieder und wieder beflügelt weiter zu machen. Ich wünsche euch alles Gute für euren persönlichen finanziellen, wie auch persönlichen Erfolg in 2018!

4 thoughts to “Rückblick, Ausblick und meine zukünftigen Ziele im Optionshandel”

  1. Hey Emanuel,

    bin eben über Deinen Blog gestolpert. Und gleich abonniert per RSS. Danke für den schönen Rückblick und Ausblick. Bin bisher der Langzeit-Investor. Lese mich aber gerade in den Optionshandel ein. Der grösste Punkt der für mich dagegen spricht: Zeitaufwand. Zum Einen um mir das Wissen anzueignen und zum Anderen es dann auch umzusetzen.

    Wie hoch würdest Du den Zeitaufwand bei Dir einschätzen pro Monat, den Du in den Optionshandel steckst?

    1. Hi,

      Zeitaufwand ist definitiv höher als beim Buy-and-Hold, vor allem weil man fast täglich paar Minuten investieren muss. Zurzeit komme ich unter der Woche auf ca. 15-20 Minuten täglich für den reinen Handel. Für Weiterbildung im Optionshandel komme ich dann sicherlich nochmal auf das selbe, wenn gerade ein neues Thema ansteht, wie beispielsweise bei mir der Futures-Handel.

      Bzgl. Zeitaufwand im Optionshandel habe ich auch hier schon mal einen Artikel verfasst: https://invest-abc.de/optionshandel/mein-tag-als-optionsverkaeufer-wie-er-aussieht-und-warum-sich-der-zeitaufwand-in-grenzen-haelt/

      Sicherlich handle ich jetzt routinierter, dafür mache ich jetzt noch mehr Marktbeobachtung, um die Stimmung der Märkte einschätzen zu können. Des Weiteren handle ich nun mehr Positionen, da das Depot entsprechend gestiegen ist.

      Also zusammenfassend: Der reine Handel ist in 10 Minuten durch. Diese müssen aber je nach System fast täglich investiert werden. Wenn noch irgendwelche besonderen Ereignisse etc. sind, wird das Ganze nochmal paar Minuten mehr fressen. Aber in meinen Augen hält es sich in Grenzen für das, dass es ein aktives Handelsmedium ist. Um mal anzufangen bedarf es aber sicherlich etwas Lernaufwand und allgemeines Interesse für die Börse. Einmal investieren und 10 Jahre Ruhe haben ist nicht… 😉

      Gruß,
      Emanuel

      1. Danke Emanuel, schaue mir den verlinkten Artikel gleich noch an. Werde mich auf jeden Fall weiter einlesen und entscheide dann ob ich aktiv werden möchte. Da ich in nächster Zeit viel Reisen werde, könnte es schon passieren, dass es mal Tage gibt an denen ich nicht ins Internet kann, das wäre dann nicht so optimal. Andererseits, wenn diese Tage geplant sind, kann ich das eventuell irgendwie einbauen, weiss nicht, muss ich mir dann anschauen.

        1. Wenn es geplante Abwesenheiten vom Markt sind – kein Thema. Einfach keine neuen Positionen frühzeitig mehr eröffnen und andere vorzeitig schließen. 😉

          Gruß,
          Emanuel

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