Film The Founder

Was du von dem Film „The Founder“ für deinen persönlichen Erfolg lernen kannst

Burger, Franchise-System und das „goldene M“ sind Sinnbilder für den Mega-Gastronomen und Immobilienkönig McDonald’s. Wie auch schon das von mir zuletzt analysierte Unternehmen Starbucks, belegt auch McDonald’s einen der Top-Plätze im Ranking um die wertvollsten Marken der Welt.

In diesem Artikel soll es aber gar nicht um die Firma McDonald’s an sich gehen, sondern um den Hollywood-Streifen „The Founder“. Dieser erzählt nämlich die Entstehungsgeschichte von McDonald’s und wie ein gewisser Ray Kroc den Burgerbrater zu einem internationalen Konzern aufgezogen hat.

 

1. Suche nach Problemen und löse sie

Ray Kroc war vor der ganzen McDonald’s Geschichte ein Vertriebler für alles mögliche. Pappbecher und Mixer waren Produkte, die er an die Leute bringen wollte. Der in 1902 geborene Kroc fuhr also von Haustüre zu Haustüre, von Laden zu Laden, um seine Produkte zu verkaufen.
Auf einmal bekommt er eine für seine Verhältnisse riesige Bestellung von den Brüdern Dick und Mac McDonald über mehrere Mixer für ihre Milchshakes. Ray Kroc war sofort Feuer und Flamme und fuhr direkt nach San Bernadino im Bundesstaat Kalifornien und besuchte die Brüder in ihrem neuartigen Restaurant.

Das Konzept von den McDonald’s Brüder war für damalige Verhältnisse einzigartig und überraschte Kroc. Das Restaurant war komplett auf Effizienz ausgelegt und es gab nur eine sehr kleine Speisekarte, welche aus Burger, Pommes und Milchshakes bestand. Im Film wirkte Kroc völlig verdutzt, nachdem er seinen Burger sofort nach der Bestellung in den Händen hält. Auch dass er sein Essen in einer Papiertüte mitnehmen kann, wunderte den Mixer-Verkäufer. Vollständig überzeugt war er, als er den ersten Bissen getätigt und sich vom Geschmack überzeugt hat.

Zuvor war er hauptsächlich die amerikanischen Diner an den Straßen gewohnt, die mit Bedienung und langen Wartezeiten auffuhren. Dick und Mac McDonald haben hierfür eine Lösung gefunden um gutes Essen, mit sehr geringen Zubereitungszeiten, herzustellen. Dies war das erste McDonald’s Restaurant.

Oftmals bestehen Probleme, die mit einfachsten Mitteln gelöst werden können. McDonald’s ist so ein Beispiel. Denn die schnelle Zubereitung von Burger ist sicherlich kein Hexenwerk. Sicherlich haben die beiden Brüder an ihrem System experimentiert und es immer weiter verbessert. Doch das eigentliche Meisterwerk der beiden war, dass sie ein Problem erkannt und dafür eine Lösung gefunden haben.

 

2. Erschaffe eine unzerstörbare Marke

1961 kaufte Ray Kroc den beiden Brüdern das Geschäft und insbesondere den Namen McDonald’s für 2,7 Millionen US-Dollar ab. Das System des schnellen Braten von Burger war kopierbar und Kroc hätte einfach eine eigene Restaurantkette unabhängig von McDonald’s aufmachen können. Doch bereits 1961 war die Marke etabliert und Ray Kroc wollte umbedingt den Namen haben, da er sich für das Geschäftsmodell „so gut“ anhörte. In meinen Augen eines der wertvollsten Güter des Fast-Food-Imperiums. Die Brand ist weltweit bei Jung und Alt bekannt und etabliert.

 

3. Denke groß!

Der größte Unterschied zwischen Ray Kroc und den McDonald Brüdern war, dass Kroc groß gedacht hat. Er wollte dieses in seinen Augen einzigartige Restaurant-Konzept überall im Land sehen. Jeder US-Bürger sollte in seiner unmittelbaren Nähe einen McDonald’s auffinden können. Später folgte dann auch noch die Verbreitung auf der ganzen Welt. In knapp 120 Ländern ist McDonald’s heutzutage zu finden.

Dick und Mac hingegen wollten hingegen nur ihr Restaurant in San Bernadino betreiben. Sie sind bereits mit dem Versuch des Aufbaus eines Franchise-Systems auf die Nase gefallen, da sie nicht die hohe Qualität an allen Standorten gleichzeitig aufrecht erhalten konnten. Zudem haben sie eher in sehr kleinen Maßen gedacht, von ein paar wenigen Läden, die sie noch selber steuern können.

 

4. Höre auch mal auf andere

Im Film schlägt die Ehefrau eines Franchisenehmers namens Joan Smith Ray Kroc vor, die Milchshakes mithilfe einer Pulvermischung zuzubereiten, um vor allem die hohen Kosten für die Kühlung der Milch zu sparen. Dick und Mac McDonald waren darüber empört und lehnten die Einführung des Pulvers ab. Nur echte und frische Milch gehöre in einen wahren Milchshake!

Kroc ignorierte die Meinung der Brüder und verzichtete auf echte Milch daraufhin. Die Kostenersparnis war enorm! Joan wurde übrigens später Ray Kroc’s dritte Ehefrau.

An dieser Stelle hat der Film etwas geschummelt, denn die Pulver-Shakes kamen erst nach dem Ausscheiden der beiden McDonald Brüder in die Fast-Food Restaurants. Auch die Verbindung zwischen Joan und den Milckshakes gab es in echt so nicht. Ich vermute, dass Hollywood hier etwas zuviel Fokus auf die Liebesromanze zwischen Ray und Joan gelegt hat.

Nichtsdestotrotz steckt in der Szene ein wahrer Kern, der auch für unseren eigenen persönlichen Erfolg – egal in welchem Gebiet – von Bedeutung ist. Oft ist es wichtig, dass man seine Scheuklappen ablegt und sich auch einmal die Meinung anderer anhört und für sich persönlich reflektiert. Auch ich habe euch bereits schon in Form eines Artikels erklärt, wieso ihr bei euren Aktienentscheidungen auch mal die Meinung anderer euch anhören solltet. So wie es Kroc im Film mit dem Pulver-Milchshake gemacht hat.

 

5. Stehe 100% hinter einer Sache

Als Kroc auf der Suche nach den ersten Franchise-Nehmern für McDonald’s war, ging er zuerst zu einen Golf-Kumpels. Sie hatten genügend Kapital um ein solches Franchise zu meistern und waren immer offen für neue Geschäftsmodelle. Leider sahen sie die Betreuung der Läden als lästige Beschäftigung an und hatten nicht das eigentliche Konzept von McDonald’s verinnerlicht. So verkaufte einer der Franchise-Nehmer aufeinmal neben den Burgern auch Hähnchen in seinem Laden. Dies gefiel Kroc ganz und gar nicht und schmiss die Golfer daraufhin wieder raus.

Von nun an wählte er die Franchise-Nehmer bewusster aus. Er suchte nach Leuten die zu 100% hinter dem Konzept des Brugerbraters standen, selbst mitarbeiteten und den hohen Qualitätsstandard aufrecht erhielten.

Nur wenn du zu 100% hinter einer Sache stehst, wirst du den maximalsten Erfolg erzielen können. In meinen Augen ist dies auch einer der größten Gefahren für Unternehmen, wenn ihre Mitarbeiter demotiviert sind und nicht hinter dem Laden stehen bzw. nicht die Werte und Ziele des Unternehmen aufgesogen haben und danach handeln.

 

6. Schiebe das Risiko auf andere ab

Der größte Teil des Gewinns von McDonald’s kommt von den Lizenzgebühren der Franchise-Nehmer. Und von Pachtgebühren. Das heißt, McDonald’s entscheidet über den Standort, investiert darin und verpachtet diesen dann an den Franchise-Nehmer. Dadurch fungiert das Unternehmen nicht nur als Fast-Food-Kette, sondern auch als eines der größten Immobilieninvestoren der Welt. Desweiteren ist es nicht unüblich, dass McDonald’s deutlich über den regionalen Durchschnitt liegt, wenn es um die Mietpreise geht.

Um Franchise-Nehmer von McDonald’s überhaupt zu werden, musst du derzeit 500.000 € Eigenkapital mitbringen (Details hier). Dies ist sozusagen die Eintrittskarte, um entsprechend kreditwürdig für die Banken zu sein, um eine McDonald’s Filiale betreiben zu können.

Den großen Batzen des Risikos trägt somit der Franchise-Nehmer. Egal ob das irgendwelche arbeitsrechtlichen Sachen sind oder wenn das Gesundheitsamt meckert.

In meinen Augen ist hierbei McDonald’s der klare Gewinner.

 

7. Treffe auch mal unangenehme Entscheidungen

Zum Ende des Films geht es hollywoodtypisch dramatisch und stürmisch her. Der böse und eiskalte Ray Kroc schmeißt wortwörtlich die beiden McDonald’s Erfinderbrüder aus ihrem eigenen Laden, mit ihren eigenem Namen, raus. Als Schmerzensgeld erhielten die beiden 2,7 Millionen US-Dollar.

Sicherlich mussten die Filmemacher eine gewisse emotionale Dramatik in den Film bekommen, um auch den Unterhaltungswert nicht zu kurz kommen zu lassen. Ich denke in der Realität war der Deal durchaus fair, wodurch Dick und Mac McDonald als reiche Männer vom Tisch gehen konnten. Kroc sah ein, dass er nur ohne die Brüder McDonald’s groß und erfolgreich machen konnte. Hierfür musste er eben diese unangenehme Entscheidung treffen und die Brüder aus dem Geschäft rauskicken. So hart wie es auch klingt.

 

8. Habe ein offenes Auge auf die Welt

Die Geschichte von Ray Kroc und McDonald’s beschreibt herrlich, wie ein branchenferner Mann durch Zufall die Türe zu seinem persönlichen Erfolgsweg aufgemacht hat. Er hat erkannt, dass das Konzept des Fast-Food Unternehmens unglaublich ist, und ist mit vollen Risiko rein in das Geschäft. Kroc hat erkannt, dass sich in der Welt der Restaurants was tun musste und hat die komplette Branche verändert. Versuche auch du, die offenen Türe in deinem Leben zu erkennen und zu begehen. Die richtigen Entscheidungen an den richtigen Orten treffen.

 

Fazit

Meiner Meinung nach ist „The Founder“ ein toller Film, der sowohl unterhalten kann, aber auch richtig gute Ideen und Inspirationen liefert und zugleich die Entstehungsgeschichte des größten Fast-Food-Konzerns McDonald’s erzählt. Sicherlich entsprechen nicht alle gezeigten Szenen auch der Realität (für Details: http://rayandjoan.com/the-founder/). Hierfür werde ich mir in naher Zukunft auch noch die Biographie von Ray Kroc gönnen.

Wie fandet ihr den Film? Habt ihr weitere Empfehlungen für Filme, die die Entstehung der heutigen Mega-Konzerne und ihre Gründer schildern bzw. echten Mehrwert auch für das „reele“ Leben liefern?

 

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