Meine letzten Investments: Facebook, Henkel, 3M, PepsiCo und Fresenius

Es wird mal wieder Zeit für einen Beitrag außerhalb des Optionshandels. In den letzten Monaten habe ich nämlich auch fünf kleinere Investments getätigt, die ich euch in diesem Beitrag vorstellen möchte. Aber warum überhaupt noch passiv investieren? Mit dem Optionshandel lassen sich doch angeblich deutlich bessere Renditen einfahren, oder nicht?

Der Optionshandel bleibt natürlich Teil meiner Kernstrategie.  Er ist aber ein aktives Instrument, dass ich mit Lebenszeit füttern muss. Dafür werde ich bei Erfolg auch mit einer attraktiven Rendite belohnt und man kommt meistens auch deutlich schneller voran, als mit einer puren Dividendenstrategie. Dennoch setze ich auch hier nicht alles auf eine Karte.

Was heißt das? Ich möchte neben Einnahmen aus dem Optionsgeschäfts auch weiter mein Dividendenportfolio erweitern, um von echten passiven Einnahmen profitieren zu können. Ohne, dass ich dafür großartig etwas tun müsste. Ich werde auch immer mal wieder etwas in andere Asset-Klassen wie zum Beispiel P2P-Kredite und ETFs stecken. Den großen Plan meiner Gesamtstrategie muss ich aber noch fertigstellen – natürlich werde ich davon dann berichten.

Ok, Dividenden findet ihr auch klasse, aber warum lässt du dir nicht einfach verkaufte Put-Optionen auf deine Lieblingsaktien einbuchen und nimmst zugleich auch noch eine Prämie ein?

Mein Problem bei dieser Methodik ist die Kontraktgröße. Im Optionshandel handeln wir keine einzelne Aktien, sondern Kontrakte die 100 Aktien beinhalten. Ist dies bei „kleinen“ Aktien (hinsichtlich des derzeitig gehandelten Kurs / Preis) auch völlig machbar, so tue ich mich halt bei den größeren Wertpapieren schwer. Möglich wäre es, aber damit würde ich mir einen riesigen Klotz ans Bein binden und die Depot-Diversifikation wäre hinüber. Das heißt, dass ich bei Aktien, die mehr als 50€ / Stück kosten, mich nach und nach einkaufen werde.

Ich habe aber keine klare Vorgabe, dass ich jeden Monat etwas kaufen möchte. Wenn sich sinnvolle und günstige Gelegenheiten ergeben, dann greife ich gerne zu. Wenn nicht, dann halt nicht. Bisher habe ich so für ungefähr 1000€ – 1500€ pro Order ausgegeben. Ich denke, dass ich dies auch erstmal so beibehalten werde, denn die Cashquote will ja ebenfalls erhalten bleiben.

Nun kommen wir aber zu meinen fünf letzten Investments:

 

Facebook

Erinnert sich noch wer an den Cambridge Analytica – Skandal um Facebook, der mir im März einen verheerenden Verlust bereitet hat? Das Papier hat damals ordentlich Federn lassen müssen. Nur wenige Monate später steht die Aktie wieder auf Allzeithoch.

Ich habe mir am 19.03.2018 als meine Put-Option so geblutet hat, 9 Facebook-Aktien (FB) für 174,21$ / Stück ins Depot geholt. Zwar deutlich zu früh damals, aber derzeit bin ich mit der Aktien deutlich im Plus.

Fundamental läuft es bei dem Laden top und für einen sehr großen Teil der Menschheit ist Facebook, Instagram und WhatsApp unverzichtbar geworden. Natürlich ist dies nun kein Dividendentitel (was er ja noch irgendwann werden kann…), bei den sogenannten FANG-Aktien möchte ich mich aber einfach nach und nach beteiligen. Bei Facebook war die Gelegenheit damals einfach gut und ich habe ein kleine erste Position aufgebaut.

 

Henkel

Im April ging es dann auch schon gleich weiter. Am 10.04.2018 habe ich 10 Henkel-Vorzugsaktien (HEN3) für 105,50€ / Stück erworben. Klassisches Konsumgeschäft mit weltweit bekannten Marken, mit denen ich mich selbst gut identifizieren kann. Empfehlenswert ist hierzu auch die Analyse auf AlleAktien.de, die euch auch Einblick in die sehr gute fundamentale Struktur von Henkel gibt.

Als einzigen Nachteil sehe ich nur die recht mickrige Dividende. Naja, man kann nicht alles haben.

 

3M

Nachdem die Aktie von 3M (MMM) seit Februar in den Sinkflug eingetreten ist, war es im Mai soweit für mich eine erste Position aufzubauen. So habe ich am 11.05.2018 5 Stück 3M-Aktien für 204,50$ / Stück erworben. In meinen Augen ein tolles und sehr stabiles Unternehmen, dass mich in jeder Situation ruhig schlafen lässt.

 

PepsiCo

Der Juni-Wert für mein langfristiges Depot war der Getränke- und Snack-Produzent PepsiCo (PEP). An dieser großartigen Firma habe ich mich am 12.06.2018 mit 15 Aktien für 104,10$ / Stück eingekauft. Der Dividendenaristokrat hat ebenfalls seit Februar Federn lassen müssen und hat dann Mitte Mai in einen Aufwärtstrend gedreht. Als sich dieser mehrmals bestätigt hatte, bin auch ich eingestiegen.

Was mir im Gegensatz zu Coca Cola (KO) besser gefällt bei PepsiCo? Die bessere Produktdiversifikation. Neben dem Getränkebereich hat PepsiCo einen sehr starken Snack-Bereich, welcher insbesondere in Form der Lays Chips Anklang findet bei den Konsumenten.

 

Fresenius

Mein letzter Kauf ging dann am 06.07.18 über die Bühne: 22 Stück Fresenius (FRE) für 69,30€ / Stück. Den allerersten Dividendenaristokraten aus Deutschland konnte ich mir nicht entgehen lassen. Wie auch schon bei Welltower (WELL) setze ich hier voll auf den demografischen Trend. Neben dem Altenheim ist auch ein häufigerer Besuch im Krankenhaus bei höheren Lebensalter immer wahrscheinlicher, wovon Fresenius entsprechend profitieren kann.

Sehr zu empfehlen ist hierzu auch der entsprechende Podcast von Aktien mit Kopf, welcher nochmal im Detail auf die Vorzüge und Nachteile von Fresenius eingeht.

 

 

One thought to “Meine letzten Investments: Facebook, Henkel, 3M, PepsiCo und Fresenius”

  1. Hallo Emanuel,

    da hast du dir zuletzt aber 5 schöne Werte für deine Käufe herausgesucht.

    Bei Fresenius hatte ich ebenfalls bereits im Frühjahr diesen Jahres zugeschlagen und mir zum Tag der Aktie im März gebührenfrei Anteile im Gegenwert von rund 1.000€ einbuchen lassen.

    In Sachen PepsiCo war ich leider etwas zu anspruchsvoll was den Einstiegskurs betraf. Meine Kauforder war bereits auf 80€ scharfgestellt. Doch soweit ist die Aktie dann ja leider nicht gefallen.

    Für Facebook fehlte mir leider ebenfalls der Mut, nach dem Kursrutsch auf 125€ zuzuschlagen. Der Skandal um Cambridge Analytica schien mir seinerzeit noch ein zu heißes Eisen zu sein. Retrospektiv war dies mit Sicherheit eine Fehleinschätzung.

    – David

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.