Einnahmen April 2017

Einnahmen April 2017

Kommen wir nun zu meinem allerersten Einnahmenreport. Der April war nun der zweite volle Monat in dem ich Optionen gehandelt habe. Ein Monat, in dem ich wieder einiges neues hinzu lernen konnte. Egal ob strategisch, wie auch psychisch.

Mit dem Ergebnis bin ich nicht 100% zufrieden. Der Monat hatte einige Seitwärtsphasen drin, die es für mich schwer machten gute Gewinne zu machen.

Dies soll aber keine Ausrede sein.

Ich habe auch einige Fehler gemacht, die mein Gesamtergebnis geschmälert haben. Insbesondere habe ich zu ängstlich reagiert beim IWM-Call, als dieser etwas in Bedrängnis kam. Hier hätte ich noch einen Tag verharren sollen, als die Kurse dann drehten. In der Auflistung unten ist nur verlustbehaftete Call aufgeführt. Der entsprechende Put-Trade ist noch offen und hat sich natürlich deutlich besser entwickelt.

Zudem habe ich unbewusst bei Visa (V) und Wyndham Resorts (WYNN) in die Earnings gehandelt, welche ich aus Sicherheitsgründen mit geringen Gewinn vorzeitig geschlossen habe. Wie mir das passiert ist, werde ich nochmal in einem gesonderten Artikel erklären.

Mir ist nun auch die Bedeutung der Volatilität bewusst geworden. Die sehr erfolgreichen Trades auf Western Digital (WDC) und NVIDIA (NVDA) habe ich bewusst aufgrund der hohen Vola durchgeführt.

100 Qualcomm (QCOM) Anteile wurden mir eingebucht, nachdem meine Put-Option deutlich im Geld war (Strike > aktueller Kurs). Die Aktie war insbesondere aufgrund mehrerer Rechtsstreitigkeiten unter Druck geraten. Insbesondere ist hier der immer noch offene Prozess mit Apple zu nennen. Außerdem auch die für Qualcomm schlecht geendete gerichtliche Entscheidung im Streit mit Blackberry. Für mich ist das Unternehmen fundamental sehr gut aufgestellt. Des Weiteren lockt mich hier auch die großzügige Dividende. Für die Zukunft bin ich positiv gestimmt und ich schreibe fleißig Covered Calls auf Qualcomm und ziehe die Dividende ab. Derzeit drücken aber meine Qualcomm-Anteile mein Depot etwas.

Auflistung meiner Trades im April 2017

Ich gebe nur die im April geschlossenen Positionen hier wieder. Abgezogen sind bereits die Gebühren des Brokers. Die Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer wird nächstes Jahr mit der Einkommensteuererklärung angegeben und abgezogen. Die Einnahmen sind in Dollar angegeben.

Stock SymbolOpen DateExp DateClosing DateCall / PutBuy / SoldStrike PriceProfit or Loss
Sum175,00 $
WDC03.04.201721.04.201705.04.2017PutSold77,535,00
SPY20.03.201721.04.201705.04.2017PutBuy212,5-25,00
WDC05.04.201721.04.201708.04.2017PutSold8032,00
ABBV30.03.201721.04.201713.04.2017PutSold6422,00
V31.03.201728.04.201717.04.2017PutSold8710,00
NVDA18.04.201705.05.201720.04.2017PutSold9341,00
QCOM17.03.201721.04.201721.04.2017PutSold5552,00
MSFT18.04.201726.05.201724.04.2017PutSold62,536,00
WYNN10.04.201728.04.201725.04.2017PutSold1112,00
GILD28.03.201705.05.201725.04.2017PutSold6438,00
NVDA24.04.201705.05.201725.04.2017PutSold98,532,00
IWM21.04.201726.05.201726.04.2017CallSold142,5-143,00
IWM26.04.201702.06.201728.04.2017CallSold145,543,00

 

4 thoughts to “Einnahmen April 2017”

  1. Hallo Emanuel,

    heißt das, dass du 13 Trades gemacht hast und dabei in Summe nur 175 $ rauskamen? Von 13 Trades waren 11 erfolgreich, aber der eine mit IWM hat einen Großteil deiner Gewinne eliminiert? Sieht irgendwie wie Zocken aus…

    1. Hallo,

      völlig richtig erkannt. Der IWM Trade hat einen Großteil der Gewinne verbrannt. Im Endeffekt habe ich die Option gerollt, als sie in Bedrängnis kam, um Verluste zu reduzieren. Die Einnahmen-Reports sind nur stichpunktartige Einsichten. Interessant wird, ob die Strategie langfristig über ein halbes oder ganzes Jahr aufgeht. Zudem ist dies eine monatliche Rendite. Ungefähr 1% auf mein hinterlegtes Kapital konnte ich innerhalb eines Monats im April erzielen. Hiermit bin ich als Anfänger persönlich zufrieden.

      Ob man den Optionshandel als Zocken bezeichnen will, soll jeder für sich selbst bestimmen. Die rechnerische Wahrscheinlichkeit steht auf unserer Seite. Dies beweist auch das Verhältnis zwischen meinen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Trades. Es ist ein deutlich aktiveres Handeln als Buy-and-Hold. Und man realisiert sowohl Gewinne, wie auch Verluste. Wenn du dein Buy-and-Hold Depot jeden Monat einmal stichpunktartig misst, werden auch Monate dabei sein, wo die Rendite nicht so toll war. Anders ist es beim Optionen verkaufen auch nicht. Wichtig ist die langfristige Entwicklung und die kann ich erst in einem halben Jahr / Jahr einigermaßen feststellen. Wenn sich die Strategie für mich nicht rentiert, werde ich ihr auch nicht nachtrauern und wieder eine andere suchen. Die Erfahrung war es aber dann alle mal wert. Dass es funktioniert konnte ich selbst schon erfahren und auch andere Leute in der Community erlangen mit dem Optionshandel super Ergebnisse.

      Gruß,
      Emanuel

      1. Hi Emanuel,

        mich hat beim Handel mit Hebelprodukten immer abgeschreckt, dass man im dümmsten Fall immer so viel mehr verlieren kann, wie man eigentlich einsetzen wollte. Und zwar in den Situationen, die extrem selten vorkommen. Da kann es dann egal sein, dass du vorher 80-90 % erfolgreiche Trades hattest. Wenn irgend eine Zentralbank spontan irgendwas entscheidet (z.B. Fixe Wechselkurse aufhebt, wie bei den Schweizern) oder aber irgendwelche Deppen mit Flugzeugen in Hochhäuser fliegen, kann es ganz schnell richtig bescheiden aussehen… Aber wie du schon geschrieben hattest. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln. Ich verzichte halt gerne auf den Nervenkitzel 🙂

        LG

        1. Hi EASYWISA,

          ich muss mir für extremere Gesamtmarkt-Korrekturen auch noch eine stabile Strategie überlegen. Insbesondere wenn ich auf Margin handle. Wenn ich hierzu eine adäquate Lösung gefunden habe, werde ich dazu einen Artikel veröffentlichen. Aber das Thema ist mir bewusst.

          Derzeit ist es so, dass ich mir alle gehandelten Aktien einfach einbuchen lasse, da ich fast nur Puts verkaufe. Somit ist das maximale Verlustrisiko auf 100%. Da ich nur Aktien handle, die ich auch in einem Buy-and-Hold-Ansatz kaufen würde, muss ich davon ausgehen, dass der große Teil der Unternehmen überleben und sich nach bestimmter Zeit regenerieren wird.

          Trades auf Indizes wie die IWM’s sind zur Zeit noch Ausflüge zum Ausprobieren. Vermutlich verabschiede ich mich da wieder von und bleibe bei Einzelaktien. Auch Futures sind mir suspekt. Da lass ich als Optionsneuling die Finger weg!

          Gruß,
          Emanuel

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