100.000 Euro Vermögen mit Anfang 20

100.000 € Vermögen mit Anfang 20 – Ist es möglich und wie macht man es genau?

Angestachelt von einem Leserbrief bei Tim Schäfer über einen 21-jährigen Burschen, der bereits 100.000€ im Depot liegen hat, möchte ich gerne meine eigene Meinung zu diesem Thema verfassen.

Ich persönlich fand mich in dem Beitrag an ganz vielen Stellen selbst wieder und möchte euch darstellen, wie es möglich ist mit Anfang 20 ein Vermögen von 100.000 € anzuhäufen! Die meisten Dinge habe ich selbst gemacht und weiß dadurch, dass es möglich ist.

Ohne Erbschaft, Selbständigkeit oder Lottogewinn.

Mein Depotvolumen ist deutlich geringer im Vergleich. Wenn ich aber das Gesamtvermögen betrachte, habe ich auch nicht mehr allzu lange bis ich an der 100.000 kratze.

Ich möchte gerade an dieser Stelle betonen, dass dies hier nur meine Sicht der Dinge darstellt. Zusätzlich muss man in meinen Augen einige Lifestyle-Entscheidungen treffen, die nicht jeder toll finden wird bzw. auch kritisiert. Dazu aber später mehr!

 

Einnahmen – Ohne Moos nix los!

Mit 16 Jahren nach Vollendung der Realschule habe ich mit einer betrieblichen Ausbildung begonnen in der IT. Nach 3 Jahren war die Ausbildung erfolgreich beendet und seitdem arbeite ich voll als Angestellter. Das sind nun mittlerweile auch nochmal ca. 3 Jahre. Das heißt ich verdiene seit 6 Jahren mein eigenes Geld.

 

Geheimnis #1 – Das Startalter

Das Startalter ist eines der wichtigsten Stellschrauben an denen du drehen kannst, wenn du ein sechststelliges Vermögen möglichst früh aufbauen willst.

Wenn du bereits mit 16 oder vielleicht sogar 15 die erste Ausbildungsvergütung bekommst, hast du einen enormen zeitlichen Vorsprung! Der Abiturient mit anschließendem Vollzeitstudium beispielsweise fängt halt mit Anfang 20 überhaupt erstmal an, die ersten großen Kröten zu verdienen. Dass dieser aufgrund höherer Gehälter langfristig den Facharbeiter überholen kann, ist natürlich auch klar.

Wichtig ist, dass du dich konstant weiterbildest und dir diesen zeitlichen Vorsprung nicht mehr wegnehmen lässt. Hier in Deutschland gibt es so viele Möglichkeiten nebenbei (bei vollen Gehalt) die verschiedensten Abschlüsse zu machen, mit denen du evtl. auch an höhere Gehälter kommst!

 

Geheimnis #2 – Das Gehalt

Es gibt durchaus Ausbildungsberufe, die mit einer Ausbildungsvergütung von knapp 1000€ daher kommen. Bestes Beispiel sind Unternehmen, die einem guten Tarifvertrag unterliegen. Gerade die starken Automobilmetropolen im Süden Deutschland bieten sehr oft IG Metall Konditionen.

Hier kommen dann mal schon locker 1000€ im Monat zusammen. Dazu kommt dann noch Weihnachts- und Urlaubsgeld. Theoretisch kannst du dadurch mit einer 3-jährigen Ausbildung die 30.000 € Marke sprengen, wenn du eisern sparst.

Schließt du die Ausbildung erfolgreich ab und wirst entweder vom Ausbildungsbetrieb übernommen oder du findest einen gut bezahlten Job in einer anderen Firma, dann geht das Geld verdienen erst richtig los!

Gerade in Konzernen oder tarifgebundene Unternehmen ist es nicht gerade unüblich mit ca. 3000 € brutto zu starten. Zur Einfachheit rechne ich mit ca. 2000€ netto. Wenn du dies entsprechend aufs Jahr hochrechnest, dann kommen jährlich satte 24.000 € auf dein Konto oben drauf. Wenn du dies 2-3 Jahre durchziehst und zusammen mit deinem Ersparten aus der Ausbildung summierst, dann kommst du der 100.000€ schon recht nahe!

 

Ausgaben – Wo ist das ganze Geld schon wieder hin?

Die Einnahmen-Seite kann ich aus persönlicher Erfahrung so bestätigen. Zudem kenne ich genügend Leute, die ähnliche Einnahmen aufweisen.

Natürlich ist dies nicht bei allen Berufen möglich und auch nicht bei allen Firmen.

Aber es ist definitiv realistisch und für viele Leute ein gangbarer Weg!

Insbesondere in technischen und kaufmännischen Berufe ist dieser Weg bestreitbar. Zudem ist es sicherlich förderliche das Ganze in einem Konzern / größeren Unternehmen durchzuführen.

Aber natürlich sollte vor all den finanziellen Vorteilen dein persönliches Interesse, das Arbeitsklima stehen. Die vielen Stunden im Job solltest du daher so angenehm wie möglich gestalten.

Jetzt kommen wir aber nun zum interessanteren und für die meisten im jungen Alter deutlich schwierigeren Teil:

Den Ausgaben.

 

Geheimnis #3 – Wohnen bei den Eltern

Die Abzüge für Miete & Co. sind bei den meisten Leuten einer der höchsten Posten, wenn sie einen Blick auf ihren Kontoauszug werfen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele mit Anfang 20 noch zu Hause bei den Eltern wohnen, um sich diese Kosten zu sparen.

In dem Leserbrief bei Tim Schäfer war dies einer der meist diskutierten Punkte in den Kommentaren. Obwohl es statistisch (siehe Seite 10 & 11) gesehen, völlig „normal“ ist, dass jemand mit Anfang 20 noch bei den Eltern wohnt. Durchschnittlich zogen Frauen mit ca. 22 Jahren aus, Männer zwei Jahre später mit 24 Jahren. In Deutschland sind wir hier sogar noch etwas unter dem EU-Schnitt, welcher bei ca. 26 Jahren liegt. In manchen Südländern geht die Zahl sogar bis über 30 Jahre hinauf (siehe Statista).

Ich persönlich bin ebenfalls noch ein sogenannter Nesthocker. Sicherlich spielt die Bequemlichkeit eine große Rolle. Das möchte ich nicht abstreiten. Aber auch die persönlichen Beziehungen und der Zusammenhalt innerhalb der Familie sehe ich für mich als wichtige Punkte an.

Dennoch empfinde ich das ganze Thema als Lifestyle-Entscheidung. Manche wollen so schnell wie möglich raus. Andere verbleiben halt etwas länger. Solange beide Parteien, sowohl Eltern, wie auch Kinder, keine Probleme mit dem gemeinsamen Zusammenleben haben, ist das doch völlig in Ordnung. Auf irgendwelche gesellschaftlichen Ansichten von anderen Leute kann ich gerne verzichten und ignoriere ich auch!

Ich bin hierbei aber sehr dankbar und glücklich dafür, dass ich diese Entscheidungsfreiheit habe. Dass dies nicht bei allen Menschen möglich ist, ist mir daher sehr gut bewusst!

Mein persönliches Umfeld bestätigt die oben genannten Zahlen. Natürlich gibt es ein paar, die sehr früh von daheim weg sind. Die meisten in meinem Alter sind aber weiterhin zu Hause.

Die finanziellen Vorteile sind nicht aber nicht zu verachten! Ansonsten sehe ich nämlich Sparquoten von über 90% bei normalen Gehalt als sehr unrealistisch an. Daher größter und wichtigster Posten in meinen Augen, wenn du 100.000 € Marke mit Anfang 20 erreichen willst in einem normalen!#

 

Geheimnis #4 – Das Auto als Geldverbrennungsmaschine

Dem Deutschen das liebste Stück – das Auto. In meinen Augen ist dies einer der großen Ausgaben bei den meisten jungen Leuten und einer der Gründe, die 100.000 € nicht zu schaffen.

Ich persönlich habe kein Auto. Führerschein aber bereits mit 17 Jahren gemacht (alles selbst bezahlt!). Mein Haupttransportmittel sind die öffentlichen Verkehrsmittel, das Fahrrad und meine Füße. Ich wohne recht ländlich, aber mit einem guten Anschluss an die großen Städte per Bahn. Und es funktioniert wunderbar. Bei den paar wenigen Muss-Autofahrten im Jahr, kann ich meist auf irgendein Auto in der Familie zurückgreifen.

Hier bin ich wirklich eine Ausnahme im Freundes- und Bekanntenkreis. Führerschein abgehakt und das erste eigene Auto wartet dann schon nicht mehr allzu lange. Das allererste Auto mag dann vielleicht noch ein günstiger Kleinstwagen mit null Ausstattung und Komfort sein. Beim ersten „großen“ Geld habe ich aber dann oft genug gesehen, dass die ersten Leute schon gleich ein paar Stufen mehr wollten. Auch Leasing ist ab dann kein Fremdwort mehr.

Wie schon beim vorherigen Punkt ist auch das eigene Auto eine Lifestyle-Entscheidung. Dass bei einigen Menschen ein Auto benötigt wird, um zur Arbeitsstätte, zur nächsten Einkaufsmöglichkeit usw. zu kommen, möchte ich nicht abstreiten. Aber muss wirklich jeder einzelne Meter per fahrbaren Untersatz abgeleistet werden? Oder würde es nicht auch mal zu Fuß oder per Fahrrad gehen? Neben der Kostenersparnis, würde man hierbei auch noch seine Gesundheit fördern und die Umwelt schonen.

Wahrscheinlich bin ich hier einfach nur vorbelastet. Ich kenne leider viel zu viele Leute, die wirklich jeden einzelnen Meter mit dem Auto zurücklegen. Zudem kommt auch noch hinzu, dass es immer größer, schneller, besser und teurer wird.

 

Geheimnis #5 – Wie gestaltest du deine Freizeit?

Ja, die lieben Freizeitausgabe. Da paar Urlaube im Jahr. Jedes Wochenende um die Häuser ziehen und sein sauer verdientes Geld gegen Alkohol tauschen. Oder doch lieber das ein oder andere teure Hobby?

Ich fahre mindestens einmal im Jahr eine Woche in den Urlaub. Zumeist Kultur pur und einen Haufen an Aktivitäten. Erholung sieht anders aus. Aber ich will halt etwas sehen vom fremden Land oder Ort. Erinnerungen sind oftmals mehr wert als Geld!

Ich gebe ein paar Hunderter im Jahr aus für meinen Klavierunterricht, den ich schon seit mindestens 10 Jahre besuche. Es macht mir unglaublich viel Spaß. Es erfüllt mich und ich möchte es absolut nicht mehr missen.

Aber auch kostenlose Dinge wie ein ausgiebiger Spaziergang oder eine anstrengende Fahrradtour machen mich persönlich glücklich. Ich mache mein wöchentliches Fitnessprogramm nur mit Kurzhanteln und dem eigenen Körpergewicht. Daher halten sich auch hier die Ausgaben völlig in Grenzen.

Die Dinge, die ich gerne machen möchte, mache ich auch und spare hier dann auch nicht. Dennoch musst du es ja nicht übertreiben. Man schätzt das Besondere, das Seltene viel mehr. Und alleine die riesige Vorfreude auf die Reise oder die Veranstaltung einmal im Jahr, möchte ich mir nicht nehmen lassen. Oftmals ist weniger dann doch mehr!

 

 

Investition – Lasse dein Geld für dich arbeiten!

Geheimnis #6 – Nutze den Zinseszins-Effekt um schneller zu deinem Zielvermögen zu gelangen!

Gerade in jungen Jahren ist der Zinseszins-Effekt absolut nicht zu verachten. Lege dein Geld an der Börse an und lass es sich vermehren! Oder generiere regelmäßige Einnahmen durch Dividenden und Optionsprämien und lege diese erneut wieder an.

Wer viel einnimmt, wenig ausgibt, wird ein Vermögen ansammeln können. Doch deutlich beschleunigen lässt sich das Ganze aber durch die Investition an der Börse! Diesen Boost solltest du nicht unterschätzen.

 

Die wichtigste Lektion

Der wichtigste Punkt kommt zum Schluss:

 

Geheimnis #7 – Erhöhe deine Einnahmen, senke deine Ausgaben und baue dir ein renditestarkes Depot auf!

Die Kombination aus allen zuvor genannten Geheimnissen ist die Quintessenz für ein hohes Vermögen im jungen Alter. Wer wenig verdient wird länger brauchen ein großes Depot zu entwickeln. Wer in Saus und Braus lebt, kann sogar ein riesiges Gehalt im Nu verbrennen. Und wer sich nicht traut in interessantere Investmentstrategien einzusteigen, wird langfristig von der Inflation gefressen. Mist…

Vergiss aber auch nicht die Investition in dich selbst, in dein Humankapital. Dieses wird sich positiv auf deine Einnahmen auswirken. Mache gute Arbeit und falle positiv auf! Vielleicht startest du ein kleines Nebengewerbe, das dir zusätzliches Geld auf dein Konto spült?

Versuche gerade an den großen Posten wie Wohnen und Transport zu sparen, da hier die größten Effekte erlangt werden können. 5 Minuten früher das Licht auszuschalten oder weniger Hände waschen werden dich sicherlich nicht reich machen!

Bilde dich weiter mithilfe von Finanzbüchern, -videos oder –blogs, um dein Geld besser für dich arbeiten zu lassen. Sammle erste Erfahrungen an der Börse!

Dann erreichst du nicht nur die 100.000€ oder 200.000€. Dann hast du auch die Chance die finanzielle Freiheit zu erlangen! Also lege gleich heute noch los!

 

14 thoughts to “100.000 € Vermögen mit Anfang 20 – Ist es möglich und wie macht man es genau?”

  1. Die Geschichte bei Tim kam mir auch erst surreal vor. Tatsächlich kann man in jungen Jahren sehr viel Geld sparen, wenn man gute Einnahmen und wenige Ausgaben hat. Ob das immer so reproduzierbar ist, ist eine andere Sache. Z.B. werden bei uns in der Gegend bevorzugt Volljährige für die Ausbildungsstellen genommen. Als 15-Jähriger (ohne Führerschein) hat mans auf dem Land schwer und muss zwangsläufig weiter zur Schule. Auch die 3000 Euro brutto sind ohne Studium nicht drin. Es ist wie bei einem PC-Spiel: Man braucht das richtige Startgebiet (Stadt, viele Arbeitgeber, Eltern, die einen ein wenig mitfinanzieren) und die passende Jobwahl. Die Frage ist auch, ob man große Gehaltssprünge machen kann. Als Azubi kann man viele Jahre früher arbeiten und sparen, die Karriereleiter ist aber oft begrenzt, wenn man sich nicht nebenberuflich etwas aufbaut.

    Ansonsten: Ja, 100k sind mit 20 theoretisch möglich. Aber realistisch gesehen ist man schon gut, wenn man das bis 30 schafft.

    Liebe Grüße
    Jenny

    1. Hi Jenny,

      es hat halt auch seine Gründe, wieso es nur wenige schaffen. Du hast völlig recht damit, dass einige Faktoren zusammenkommen müssen um dies meistern zu können.
      Ich bin selbst mit 16 Jahren in die Ausbildung rein und hatte nirgends irgendwo die Anforderung, dass ich 18 Jahre sein müsste. Es gibt Stellen, die zum Beispiel viele Kundenfahrten mit PKW etc. haben, da wäre dann ein Führerschein ganz nützlich. Des Weiteren weiß ich, dass zum Beispiel auch im medizinischen Bereich Minderjährige ein Problem haben.
      Aber im technischen / kaufmännischen Bereich, welche einen Großteil der Ausbildungsangebote darstellen, ist das für mich eine Seltenheit.
      Mit den 3000 € Brutto hast du vollkommen recht! Ist so wahrscheinlich nur möglich, wenn du im Ausbildungsbetrieb bleiben kannst und dieser entsprechend Konzerngröße hat oder einen guten Tarifvertrag anbietet. Einen frisch ausgebildeten Facharbeiter ohne Studium, der sich extern bewirbt, werden viele solcher Betriebe kaum nehmen. Des Weiteren tue ich mich persönlich natürlich deutlich leichter mit den 3k€ Brutto, wenn ich mir die Gehälter in München oder Frankfurt anschaue.
      Nebenberufliches Studieren oder andere angesehene Abschlüsse sind natürlich Pflicht, um mithalten zu können. Ein Zuckerschlecken ist das nicht, kenne hier aber auch genügend Beispiele, die das durchziehen. Dennoch glaube ich, dass der mehrjährige Vorsprung ggü. einen Vollzeitstudenten sehr lange anhält.

      Vielen Dank für deine Ergänzungen und deinen Kommentar!

      Gruß,
      Emanuel

    2. Ansonsten: Ja, 100k sind mit 20 theoretisch möglich. Aber realistisch gesehen ist man schon gut, wenn man das bis 30 schafft.

      Danke Jenny! Das baut mich wieder auf. 😉

      Ich kenne aber auch genug Menschen, die sich all diese Mühe gar nicht machen müssen, da zumindest erwartungsgemäß irgendwann Erbschaften anstehen. Wenn ich diese Aussicht grundsätzlich hätte, ich würde das Berserkersparen sofort einstellen. 🙂

      Gruß,
      Marco

  2. Ein toller und gut geschriebener Artikel.
    Das sollten mal viele meiner gleichaltrigen Kollegen lesen, die noch nicht mal 1000€ auf der hohen Kante haben.

    Dann würden die ganzen Ausreden kommen wie:

    Ich möchte doch auch leben…
    Das ist doch total unrealistisch…
    etc.

    Selbst viele Menschen mit Mitte/Ende 40 haben schon Jahrzehnte gearbeitet und sind trotzdem meilenweit von einem solchen Vermögen entfernt. Es hängt halt auch extrem viel von der eigenen Einstellung zusammen und man braucht auch einiges an Disziplin sein hart erarbeitetes Geld nicht sofort wie alle anderen wieder auszugeben und in ein neues kreditfinanziertes Auto zu „investieren“.

    Mach weiter so.

    Schöne Grüße
    Dominik

    1. Hey Dominik,

      danke für das Lob!
      Hehe, du sprichst mir da zu 100% aus der Seele. Dieses oben geschilderte Lebensmodell ist in unserem Alter eine absolute Seltenheit. Wie Jenny schon schrieb: Selbst unter den 30-jährigen wirds da nicht bedeutend besser aussehen. Eher im Gegenteil, da kommen dann auch gleich noch ein paar schöne Kredite on top drauf.

      Das Geheimnis von dem Ganzen ist, dass man an so einem Lifestyle Spaß findet. Mir macht es heute viel mehr Spaß mein Geld zu investieren, um mich an einem starken Unternehmen zu beteiligen. Mir macht es jedes Mal wieder Freude wenn die Dividenden eintrudeln oder die Optionsprämien meinen Geldbeutel füllen, um das ganze Spiel wieder von vorne zu beginnnen.

      Gruß,
      Emanuel

  3. Hallo Emanuel,

    Ich gehöre wohl zu den frühen Kücken die das Nest verlassen, ich bin mit im Feburar 2017 von zu Hause ausgezogen (20 Jahre alt). Für mich eine wichtige Entscheidung, um früh noch selbständiger zu werden als ich schon war.

    Leider schaffe ich meine 100’000 CHF an Nettovermögen nicht vor meinem 21. Lebensjahr, aber alles nur halb so wild 😉 Kann dir in allen Punkten zustimmen, wobei beim Auszug das schon extrem individuell ist. Ich kann jedem empfehlen auf die erhöhte Sparquote zu verzichten, wenn es finanziell Tragbar ist auszuziehen. Man lernt früh Dinge fürs Leben und kann sich meiner Meinung nach besser entfalten. Die letzten 5 Monate waren für mich extrem prägend.

    Ich bin der Meinung das jeder bis spätestens 25 die ersten 100’000 haben sollte, das ist ein psychologische Ziel das man sich setzten sollte. Wenn man in der Schweiz wohnt tendiere ich sogar eher zu den 200’000 bis 25. Das kann jeder schaffen, wen ner Zielstrebig genug ist und den entsprechenden Aufwand mitsich bringt. Übrigens werden das die wenigstens schaffen, wenn sie nur einen Beruf ausüben. Deshalb ist es Ratsam bereits früh nebenberuflich durchzustarten 🙂 So habe ich es zumindest gemacht und empfehle es jedem weiter. Wie schon erwähnt nur meine Meinung und Gelabber eines naiven 20 Jährigen.

    Gruss
    Thomas

    1. Hey Thomas,

      mir ist persönlich auch wichtig zu betonen, dass viele der oben genannten Punkte sehr individuell und eine persönliche Lifestyle-Entscheidungen sind. Neben dem Ausziehen ist auch ein Auto für viele Leute, aus wichtigen Gründen, von Nöten. Kann ich vollkommen verstehen. Es ist auch vollkommen unwichtig, ob man diese Grenze paar Jahre früher oder später schafft.
      Eine nebenberufliche Selbstständigkeit aufzubauen ist natürlich dann noch das Non-Plus-Ultra und wird dich da noch in ganz andere Dimension pushen, Thomas. Da bin ich mir recht sicher! Ich persönlich tendiere zur Zeit eher noch dazu, evtl. nebenberuflich zu studieren um auf der klassischen Karriereleiter noch bisschen weiter zu kommen.

      Gruß,
      Emanuel

  4. Hi Emanuel,

    toller Artikel. Bisher habe ich alle Punkte beachtet. Das im Artikel genannte Ziel von 100k habe ich allerdings erst letztes Jahr im Alter von 26 erreicht.

    Dafür gehe ich aktuell mit großen Schritten auf die 150k zu. Rund 93 % dieser Etappe habe ich erreicht. Dieses Jahr wird das aber wohl nichts mehr.

    Wie habe ich das gemacht?

    Vermögensentwicklung:

    – Mit 18 Jahren die Ausbildung angefangen. Startkapital etwas unter 10.000 €
    – Während der Ausbildung und bis vor Kurzem habe ich noch bei meinen Eltern gewohnt.
    – Mit 23 Jahren startete ich mein Depot mit einem Gesamtvermögen von rund 40.000 €
    – Mit 24 hatte ich nach ca. 1,25 Jahren Depotstart die ersten 50.000 €.
    – Zu Beginn des letzten Jahres habe ich dann erstmals die 100k € Grenze überschritten
    – Aktuell fehlen mir ca. 10.000 €, um die 150k € auf der Uhr stehen zu haben
    – davon sind ca. 30k € Buchgewinne (brutto), die sich temporär auch wieder in Luft auflösen können oder noch weniger werden

    Zu den Ausgaben:

    Seit ich 18 bin, diente mir das alte Auto von meinem Opa. Der Wagen frisst zwar viel, aber ich bin immer nur bewusst gefahren. Nie jede Strecke mit dem Auto. Ab August ist der Wagen weg und ich bin das erste Mal seit 9 Jahren autolos.

    Urlaub war immer überschaubar. Nie länger als eine Woche und selten wurde das Budget von 500 € (für zwei Personen) großartig überschritten.

    Trotzdem habe ich nicht schlecht gelebt und mir auch Dinge gekauft und Geld ausgegeben.

    Fazit:

    Ich habe kein besonderes Studium, keine Managementposition. Dafür hatte ich eine sehr gute Basis (Wohnen bei den Eltern) und aktuell immer noch sehr glückliche Umstände (günstige Miete; bald kein Auto mehr). Meine Stärke sehe ich vor allem in der Motivation die finanzielle Freiheit zu erreichen, ansonsten bin ich 08/15. Ich bin bereit auf Dinge, die ich mir leisten könnte zu verzichten (wie oft haben Mitmenschen versucht mir einzureden, ich müsste ein neues Auto kaufen …), um mit dem gesparten Geld Investitionen zu tätigen, die ihrerseits wieder Cashflow generieren. Mehr ist es nicht.

    Gruß,
    Marco

    1. Hi Marco,

      danke für die ausführliche Schilderung deines Weges. Paar Jahre hin oder her sind doch egal!
      Wenn man mal die erste Etappe geschafft hat (100.000 €) dann gehts gleich weiter zur nächsten und zur nächsten und immer so weiter.
      Wir haben da beide die gleiche Einstellung: Lieber Geld in Investitionen als in Konsum stecken. Ein schöneres und lukrativeres Hobby kann man gar nicht haben! 😀

      Gruß,
      Emanuel

      1. Hallo, sehr interessanter Artikel,

        ich bin aktuell 25 Jahre alt, und mit dem 100k Vermögen dauert es wohl noch etwas.
        Ich muss ehrlich sagen, dass ich bei Urlaub nicht auf das Geld achte. Es gibt immer wieder Phasen im Jahr wo ich extrem spare, aber wenn ich dann im Urlaub bin, gebe ich viel dafür aus. Beispiel: 3 Wochen Hawaii-Urlaub mit 4 Inseln kostete mich locker mal 5000 Euro. Aber das ist mir egal, solche Dinge gönne ich mir dann wieder gerne. Es geht sich auch so alles locker aus.

        Natürlich hätte ich schon gerne 100k im Depot um absolut noch mehr Cashflow erzeugen zu können, aber ich bin sehr glücklich darüber, dass ich schon einiges von dieser Welt gesehen habe. 🙂

        mfG Chri

        1. Hey Chri,

          für das, dass du die 100k€ noch nicht durchbrochen hast, erzeugst du schon ganz schön hohe monatliche Cashflows! Wenn du da noch etwas mehr im Depot hättest, bin ich mir sicher, dass du dann auch deinen Teilzeit-Job an den Nagel hängen könntest!

          Ich persönlich bin noch nicht so weit rum gekommen auf der Welt. Bin da aber auch nicht so der Typ dafür bzw. lass es eher ruhig angehen. Möchte jetzt erstmal meine Traumziele hier in Europa begutachten, bevor es dann raus in die richtig große Welt geht. 😀

          Gruß,
          Emanuel

  5. Hi,
    Glückwunsch zu diesem großartihgen Artikel!
    Ich habe auch mit 15 eine handwerkliche Ausbildung in einer großen Firma begonnen.
    Was Besseres hätte mir nicht passieren können. Das war damals grundsätzlich erstmal eine glückliche Entscheidung. Danach kamen Fleiß, unbändiger Wille und Weiterbildung. Nächsten Monat bin ich 24 Jahre in der Firma und schon lange in den Bürosessel gewechselt. An den Durchbruch der 100k Mauer kann ich mich nicht mehr erinnern aber ich weiß noch wann eine weitere Stelle dazu kam 😛

    Es wurde richtigerweise ca. ein Dutzend Mal gesagt, dass einige Parameter sehr individuell sind aber auch ich zähle mich zu den real existierenden Beispielen, wo es so ähnlich gelaufen ist.
    Wohlgemerkt: Nix geschenkt bekommen und alles selbst erarbeitet!

    Weitermachen!

    Gruß
    Vincent

    1. Hey Vincent,

      vielen Dank für das Lob und deinen Kommentar!
      Immer wieder schön zu lesen, dass es anderen Leuten ähnlich ergangen ist bzw. ergeht. Vor allem, da du ja auch schon die nächste große Zahl niedergestreckt hast.
      Es zeigt auch, dass es nicht immer das Abitur mit 1,0 und Traumstudium an einer renommierten Uni sein muss, um erfolgreich zu sein. Die klassische betriebliche Ausbildung, die hier in Deutschland sehr stark ist (habe das schon mitbekommen, dass schon Bildungsminister von anderen Ländern gekommen sind, um sich dieses Prinzip „abzuschauen“), in Kombination mit einem guten Unternehmen legt eine gute Basis. Wichtig ist, dann nicht zu ruhen. Weiterbilden (gerne auch studieren), gute Ergebnisse abliefern und immer wieder von vorne.

      Gruß,
      Emanuel

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