Passives Einkommen als Bankwärmer

Geld kriegen fürs Rumhocken – Wie du seriös zu einem gutbezahlten Bankwärmer wirst!

Es ist Samstagnachmittag. Zeit für Fußball-Bundesliga. Bier kühl gestellt. Chips aufgefüllt. Die Kumpels treffen auch gerade ein.

Fußball-Deutschland sitzt vorm Flimmerkasten und fiebert fleißig für die eigene Mannschaft mit! Beide Mannschaften ziehen in die Arena ein und sind fokussiert auf den bevorstehenden Kampf um Ruhm, Ehre und ein paar Punkte in der Bundesliga-Tabelle!

Die Schlacht beginnt! Es wird gerannt, geschwitzt, gespuckt und manchmal auch ein Tor geschossen.

Aber wer muss das Alles nicht tun? Wer muss sich nicht abgrätschen lassen oder sich für einen Fehler von den Fans ausbuhen lassen? Und bekommt trotzdem sein Geld?

Der Bankwärmer!

Das ist der, der einfach nie eingewechselt wird ins Spiel und dennoch seine Millionen mitnimmt.

 

Vom Fußball zum passiven Einkommen

Viele die das Ziel von finanzieller Unabhängigkeit verfolgen, stellen sich indirekt ein Leben als Bankwärmer vor.

Die warme Bank ist sinnbildlich die Hängematte am warmen Strand, von der du auf das schwitzende Arbeitsvolk nieder blickst. Währenddessen sprudeln bei dir die Euros auf dem Konto!

Ich bin der Blogparade von Eva (Vermögensakademie) und Vincent (freakyfinance) gefolgt und möchte euch nun meine persönliche Sicht auf das passive Einkommen schildern.

Bist du nun gespannt wie du auch zum Bankwärmer werden und den Anderen beim rackern entspannt zusehen kannst?

 

Es war einmal…

Wann und wie ich das erste Mal vom passiven Einkommen gehört habe? Keine Ahnung!

Bis zum Ende meiner Berufsausbildung war ich klassischer Festgeld- / Sparbrief-Sparer. Die Zinsen sanken und sanken. Mit einigen Wechseln zu neuen Banken konnte ich diese Talfahrt etwas bremsen, aber mir war klar, dass ich mir Alternativen suchen muss.

Eingelesen und angefangen mit ETFs. Immer weiter und weiter meinen Horizont in Sachen Geldanlage erweitert. Einzelaktien kamen und die Optionsstrategie wurde eingeführt. Auch meine ersten Dividenden wurden mir auf mein Verrechnungskonto ausbezahlt. Innerhalb der Finanzwolke, aus Blog, Podcasts und Youtube-Channels, fiel natürlich immer mal wieder auch das Schlagwort finanzielle Freiheit in Verbindung mit passiven Einkommen.

 

Was bedeutet für mich „passives Einkommen“?

Ein passives Einkommen ist für mich erstmal ein regelmäßiger Geldregen, den ich für mein angelegtes Vermögen erhalte. Und dies, ohne etwas bzw. nur sehr wenig tun zu müssen.

Des Weiteren müssen für mich diese Einnahmen einigermaßen stabil, zuverlässig und planbar sein.

 

Auf welcher Bank sitze ich besonders gerne?

Ich bin ja in verschiedenen Richtungen der Geldanlage unterwegs. Vom klassischen Buy-and-Hold mit ETFs und Einzelaktien, bis zur Stillhalterstrategie mithilfe von Aktienoptionen. Auch P2P-Kredite sind für mich keine Fremdwörter mehr!

Dennoch werden meine Anforderungen an das passive Einkommen nur von der Dividendenstrategie so wirklich erfüllt.

Buy-and-Hold generiert zu wenig bis gar keinen Cashflow bzw. regelmäßiges Passiv-Einkommen.

Der Optionshandel bedarf zu viele aktive Aktionen und Zeit, wodurch er für mich nicht passiv genug ist. Zudem kommt hinzu, dass die Gewinne und Verluste aus dem Handel mit Optionen sehr stark von der aktuellen Marktphase abhängen und daher nicht vernünftig planbar sind. Deswegen stimme ich meinen Optionskollegen Maxim zu 100% zu, der das Einkommen aus dem Optionshandel ebenfalls nicht dem passiven Einkommen zuteilt.

Bei den P2P-Krediten ist der Hype zurzeit zu hoch für mich, wodurch ich nicht an langfristige, zuverlässige und stabile Einnahmen hierbei glaube. Du siehst das anders? Comper von Freimit45 ist ebenfalls gegenteiliger Meinung und sieht P2P-Kredite, durchaus als passive Einnahmequelle!

Die Dividendenstrategie schüttet quartalsweise oder zum Teil auch monatlich aus. Wenn du in gute und gesunde Unternehmen investiert, mit einer langen und positiven Dividendenhistorie, dann sind die Einnahmen auch einigermaßen stabil und vorhersehbar.

Und Arbeit macht es nach der Investition auch keine mehr. Höchstens das freudige Zählen der Ausschüttungen!

 

Ist der Job als Bankwärmer nicht etwas langweilig oder traurig?

Langweilig, na klar! Aber das ist ja auch der Sinn von passiven Einkommen. Passiv bedeutet für mich, dass ich nichts aktiv tun muss. Und wenn ich nichts zu tun habe, dann ist mir langweilig. Dir etwa nicht?

Natürlich weiß ich noch meine ersten Ausschüttungen aus meinen ETFs. Die erste Dividendenzahlung einer meiner Einzelaktien habe ich auch noch gut in Erinnerung.

Ich mache aber jetzt keine Luftsprünge mehr, wenn mal wieder ein paar Kröten auf meinem Online-Konto landen. Dafür fehlt mir der Bezug zur Realität etwas. Daher finde ich auch die Idee vom Rente-mit-Dividenden-Alex klasse, seine Ausschüttungen reellen Ausgaben zuzuordnen. Auch der Ansatz vom Finanzvoyeur, finanziell freie Tage mithilfe von passiven Einnahmen zu sammeln, findet Gefallen bei mir.

Unumstritten ist für mich aber der psychologisch motivierende Effekte von regelmäßigen, passiven Einkommensströmen: Es ist einfach etwas anderes, wenn man alle paar Monate eine kleine „Belohnung“ bekommt, als nur auf Kursgewinne zu hoffen.

 

Ist ein Bankwärmer denn nun auch finanziell frei?

Nein, nicht unbedingt. Du kannst natürlich passives Einkommen anstreben, auch wenn du dir die finanzielle Freiheit nicht vorstellen kannst bzw. das Ziel noch in weiter Ferne ist.

Andersherum sehe ich dies aber anders. In meinen Augen macht die finanzielle Freiheit erst Sinn, wenn man einen großen Teil seiner Kosten mithilfe passiver Einnahmequellen bestreiten kann. Ich kann mir natürlich gut vorstellen, auch in finanzieller Unabhängigkeit mein eigener Vermögensverwalter zu sein, so wie sich Chri von easydividend vorstellt, und weiterhin Optionshandel oder ähnlich zu betreiben. Dennoch sollen konstante, passive Einnahmequellen einen großen Teil der Last tragen.

 

Welche alternativen Einnahmequellen kommen für mich in Zukunft in Betracht?

Irgendwann wird uns die eine Bank, auf der wir die ganze Zeit sitzen, zu langweilig. Wir wollen doch auch mal auf einer anderen Bank sitzen, oder nicht? Nach einer gewissen Zeit wird sich auch der Bankwärmer im Fußball nach neuen Bänken umsehen bei anderen Vereinen.

Ich persönlich bezweifle, dass ich nun schon die 100% – Lösung gefunden habe. Als sehr spannend erachte ich das eigene Business. Gerade viele Online-Geschäftsmodelle, wie digitale Infoprodukte (Bücher, Videos, Hörbücher usw.) oder Online-Kurse benötigen nur am Anfang viel Schweiß und laufen irgendwann autark vor sich hin.

Passive Einnahmen aus Mieteinnahmen kann ich für mich persönlich nur sehr schwer vorstellen. Zu abschreckend ist der Gedanke an nervige Mieter, Reparaturen und Mietnomaden. Passiv ist da in meinen Augen ganz was anderes!

 

Zum Schluss

Natürlich musst du als Bankwärmer nicht auch gleichzeitig Faulenzer sein! Du kannst die Zeit sinnvoll nutzen auf der Bank und alternativen, auch aktiven, Einnahmequellen nachgehen. Ab und zu macht es auch Spaß aktiv am Spiel teilzunehmen! Die Balance aus Bank und Rasen stellt sich in meinen Augen als Optimum dar.

Wie schaut’s bei dir aus? Schwitzt du oder sitzt du?

 

6 thoughts to “Geld kriegen fürs Rumhocken – Wie du seriös zu einem gutbezahlten Bankwärmer wirst!”

  1. Hi Emanuel,
    cooler Vergleich mit den Bankwärmern 🙂
    Aber die meisten wollen doch eigentlich spielen!
    Naja, ist wie bei uns. N bisschen Spielerei und damit verbunde Arbeit darf es schon noch sein.
    Aber die Fußballprofis haben ja auch ihr Hobby zum Beruf gemacht. Und wenn uns unsere „Spielereien“ Spaß machen ist es ja trotzdem es eine gewisse aktive Arbeit erfordert nicht so knochenmühlenmäßig, oder?
    Ich denke es ist immer gut wenn man mit dem was einem Spaß macht etwas Einkommen generieren kann.
    Dann noch automatisieren was geht und dann passt das schon. Nicht, dass noch Langeweile aufkommt 😉
    Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich mag deinen Schreibstil!
    Beste Grüße
    Vincent

    1. Hey Vincent,

      ich denke, dass dies die Moral der Geschichte ist. Bankwärmer schön und gut – Langeweile ist aber auch nichts!

      Danke für dein Lob!

      Gruß,
      Emanuel

  2. Hey Emanuel,

    ich denke eine 100% Lösung wird man nicht in kurzer Zeit finden. Es ist eher wie ein stetiger Prozess bei dem es viel zu lernen gibt.

    Deine Anekdoten zum Thema Fußball sind sehr unterhaltsam da muss ich Vincent recht geben. Das sage ich sogar obwohl ich mit dem Sport nicht sonderlich viel anfangen kann ;).

    Mach weiter so!
    Beste Grüße und ruhigen Dienst.
    Danny

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar 😉
      Mit dem Sport gehts mir genauso, weshalb ich hier nicht allzu tief reingegangen bin. 😛

      Gruß,
      Emanuel

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