Finanzielle Freiheit Meer

Mein Weg in die finanzielle Freiheit

Finanzielle Freiheit ist innerhalb der Finanzcommunity in aller Munde. Jeder spart fanatisch und legt so gut wie alles Geld am Aktienmarkt oder in Immobilien an. Es wird noch härter, noch länger gearbeitet. Der Lifestyle wird eher gesenkt, als gesteigert. Frugalismus oder Minimalismus sind hier die Schlagwörter, die du auf alle Fälle kennen solltest. Oder einfacher gesagt – weniger ist mehr?!

Und das nur, um dem sogenannten Hamsterrad, dem Job, zu entkommen? Um die schönsten Fleckchen der Erde zu bereisen? Um seinen Liebsten noch länger nahe zu sein? Um langersehnte Hobbies nachzugehen oder neue Dinge zu erlernen? Sich vielleicht sozial engagieren? Seinen eigenen Projekten nachzugehen?

Nach Chri’s (easydividend) letzten Artikel möchte auch ich nun die Chance nutzen und meine eigenen Gedanken zum Thema finanzieller Freiheit und den Weg dorthin niederschreiben.

Da ich leider die Blogparade von fyoumoney.de mit dem gleichen Thema zeitlich mit meinem Blogstart um wenige Tage / Wochen verpasst habe, ziehe ich nun nach. Ich werde mich deshalb auch größtenteils an die von ihm vorgeschlagene Struktur halten.

Meine persönliche Definition von finanzieller Freiheit

 

„Freiheit wird in der Regel als die Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen unterschiedlichen Möglichkeiten auswählen und entscheiden zu können.“ (von Wikipedia)

 

Die finanzielle Freiheit verstehe ich als Erweiterung der oben genannten Definition so:

Jeder Mensch hat bestimmte Bedürfnisse in seinen Leben. Das können die wahren Grundbedürfnisse sein, wie zum Beispiel Nahrung und Sicherheit. Aber auch kulturelle Bedürfnisse, Bildung oder auch Luxus spielen hier eine Rolle. Um viele (nicht alle!) dieser Bedürfnisse zu erfüllen bedarf es einer bestimmten Menge an finanziellen Mitteln. Der Großteil der Bevölkerung bekommt diese hauptsächlich aus der Arbeit. Sie tauschen ihre Arbeitskraft und –zeit gegen Geld ein. Da ein Leben ohne Erfüllung gewisser Bedürfnisse nicht erstrebenswert ist, müssen sie dieses Tauschgeschäft auf alle Fälle eingehen. Das heißt sie sind sozusagen „gezwungen“ (nach dem Gesetz wird natürlich niemand gezwungen – bitte nagelt mich nicht auf diesen Begriff fest) zu arbeiten, um die finanziellen Mittel für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu erhalten.

Bei der finanziellen Freiheit, wie sie viele und auch ich verstehen, fällt dieser Zwang weg. Dafür kommen die regelmäßig benötigten Einnahmen aus passiven Geldern zustande. Bei passiven Einnahmen musst du eben nicht deine Zeit gegen Geld eintauschen. Du kannst aber. Und das ist meiner Meinung nach der entscheidende Punkt.

Dein Job kann auch Spaß machen

Finanziell frei heißt nicht gleichzeitig, dass ich damit nicht mehr arbeiten werde. Nur, dass ich nicht mehr muss. Eine sinnvolle Aufgabe oder Arbeit gibt uns Menschen auch Erfüllung, einen Wert. Oder kann uns einfach auch Spaß machen.

Leider arbeiten sehr viele in Jobs, die eben nicht ihrer Bestimmung, ihren Interessen entsprechen. Wodurch nur das Geld der einzige Motivationstreiber bleibt.

Auch viele interessante Berufe werden mit sinnlosen Prozessen,  unnötiger Bürokratie und nervenaufreibenden Blabla-Meetings aufgebläht. Der Motivation und Freude tut das sicherlich nicht gut.

Mache Dinge die dir einen tieferen Sinn geben

In der finanziellen Freiheit sehe ich die Möglichkeit Dinge zu tun, die mir Freude bereiten. Die für mich einen tieferen Sinn haben.

Egal was, wie und wo ich will. Ohne das Warum beantworten zu müssen.

Ohne irgendetwas zu müssen, nur weil das Geld fehlt.

Ich kann mir hierbei zum Beispiel sehr gut vorstellen in der Nähe oder komplett daheim zu arbeiten. Meine tägliche Pendelstrecke hin und zurück von 3 Stunden über Bord zu werfen. Auch wenn ich mit Gehaltseinbußen dann leben müsste.

Oder einen Job zu suchen, der mich von der Tätigkeit noch mehr anspricht und Spaß macht. Ohne mir über das finanzielle Gedanken machen zu müssen.

Oder nur noch Teilzeit zu arbeiten. Zeit für die schöneren Dinge des Lebens zu haben. Hobbies noch mehr Zeiträume einzuräumen oder eine Selbstständigkeit zu starten. Sein eigenes Ding machen. Für mich gibt es nichts Schrecklicheres als klassisch „Karriere zu machen“ und jede Minute auf sinnlosen Meetings zu verschwenden und dem Burnout entgegen zuarbeiten.

Finanzielle Freiheit bedeutet auch, sich mehr Möglichkeiten zu erschaffen

Ihr seht schon ich bin mir über die konkrete Form meiner finanziellen Freiheit überhaupt nicht klar. Muss ich auch nicht. Wichtig ist nur, dass ich die Möglichkeit habe, es so zu machen wie ich es will. Das zählt für mich.

 

Finanzielle Freiheit Berge

Das Bild vom unendlichen Meer und dem grenzenlosen Blick, wenn man auf dem Berg steht, sind für mich die visualisierte Form von (finanzieller) Freiheit.

 

Meine Motivation und das große Ziel

Den Begriff „finanzielle Freiheit“ kenne ich erst, seitdem ich mich mit Aktien & Co beschäftige. Davor war es völlig selbstverständlich, dass man jahrzehntelang arbeitet und zu einem fixen Punkt in Rente geht. Das ist ja schließlich normal.

Normal ist aber leider auch oft ein Synonym für durchschnittlich.

Zurzeit liegt das das Renteneintrittsalter bei 67 Jahren. Da ich erst Anfang 20 bin, vermute ich mal, dass sich diese Grenze in den nächsten 45 Jahren noch ordentlich erhöhen wird. Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, so lange zu arbeiten. Jedenfalls nicht in einem klassischen Vollzeitjob, wo ich für die Ziele anderer meine Zeit, Energie und Wissen hergebe.

Der Spaß am Investieren

Ich komme weder aus armen noch reichen Verhältnissen. Mir wurde eine normale (schon wieder!) Portion Sparsamkeit von meinen Eltern mitgegeben. Die finanzielle Bildung ist aus persönlichen Interesse entstanden. Im Augenblick macht mir dieses Thema einen riesigen Spaß und ich freue mich jeden Monat neues Kapital ins Depot einzuzahlen. Somit sind unnötige Konsumausgaben eh gestorben.

Diversifikation auch auf der Einnahmenseite!

Dividenden, Optionsprämien und Aktiengewinne sollen als zusätzliches und zweites Standbein neben dem Gehalt aus dem Job für regelmäßige Einnahmen sorgen.

Mieteinnahmen aus Immobilien kann ich mir heute noch nicht vorstellen. Da fehlt mir einfach das nötige Wissen. Zudem schrecken mich Horrorgeschichten von Mietnomaden, unzuverlässigen Mietern, ständigen Streits und Reparaturkosten zu fest ab.

Eher kann ich mir hingegen ein eigenes, kleines Business vorstellen. Evtl. einfach neben dem Job als sogenannter Sidepreneur. Was für ein Wort… Konkrete Ideen gibt es hierfür aber noch nicht. Ich möchte erstmal etwas Bekanntheit und Erfahrung in der Online-Welt aufbauen, da ich mir sehr, sehr sicher bin, dass dort die Kohle von morgen versteckt ist.

Auf alle Fälle sollen meine Einnahmen auf vielen unterschiedlichen Standbeinen basieren. Diversifikation ist auch auf der Einnahmenseite das Stichwort!

Was ich mit 30 erreichen möchte

Chri hat selbstbewusst die 30er Marke genannt, wo er nicht mehr arbeiten möchte. Ich bin mir sicher, dass er das schaffen kann und wünsche ihm viel Erfolg dabei!

Mein Ziel mit 30 (in 8 Jahren somit) ist min. 1000€ monatlich neben meinem Gehalt zu generieren. Diese sollten auf alle Fälle zuverlässig sein. Auch wenn der Markt schlecht läuft und die Optionsprämien sich zum Beispiel in Grenzen halten, sollen diese 1000€ mindestens auf meinen Konto landen. Hiermit hätte ich in meinen Augen einen sehr großen Teil des Weges zur finanziellen Freiheit erreicht. Dies würde mir beispielsweise ermöglichen meine Wochenarbeitszeit spürbar zu reduzieren und mehr Zeit für andere Dinge zu haben.

Bis 70 werde ich sicherlich nicht mehr arbeiten, auch mit 60 Jahren sehe ich es bereits eng. Der Zeitraum ist für mich noch zu weit weg. Zu viele Ungewissheiten um mich auf eine genaue Zahl festzulegen.

Der Weg ist das Ziel

Wie ich bereits angemerkt habe, macht mir der Weg zum Ziel der finanziellen Freiheit bereits jetzt ungemein viel Spaß. Deswegen empfinde ich absolut keinen Konsumverzicht. Ich gönne mir auch ab und zu schöne Sachen oder Momente.

Aber es ist einfach erfüllend, wenn man am Abend nochmal den Tag rekapituliert und das geile Gefühl hat, dass man heute etwas erreicht hat. Dass man wieder seinen Horizont erweitert hat und etwas gelernt hat. Das Sehen der neuen Serie, das Spielen des tollsten Games, Schwachsinn in Facebook teilen, sind Dinge, dir mir das sicherlich nicht geben!

Auch von anderen Gleichgesinnten in Form von Blogs, Podcasts, Videos, Facebook-Gruppen usw. zu erfahren, wie sie diesen Weg meistern wollen, inspiriert und motiviert mich ungemein. Macht weiter so!

 

8 Gedanken zu „Mein Weg in die finanzielle Freiheit

  1. Hallo Emanuel,

    Sehr gute Ansichten! Gerade der Aufbau eines Online-Business kann dich enorm voran bringen. Würde ich dir auf jeden Fall empfehlen.

    Ich versuche mich gerade etwas über Immobilien schlau zu machen. Möchte mein Einkommen auch diversifizieren. Auch wenn es viele Horrorgeschichten gibt, muss ich meine eigenen Erfahrungen machen. Diese Geschichten gibt es vom Aktienmarkt auch zu Hauf, und ich kann nichts davon bestätigen.

    Danke Dir auf jeden Fall,
    Dir auch möglichst viel Erfolg!

    mfG Chri

    1. Hey Chri,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine seelische Unterstützung.
      Der Aktienhandel ist in meinen Augen halt deutlich anonymer, als der Immobilienmarkt, wo du persönlich mit anderen Leuten in Kontakt kommst. Abgesehen davon, dass man seine Rendite irgendwo veröffentlicht, hat niemand Blick in dein Depot. Du musst damit maximal mit der selber klar kommen, wenn es mal nicht so recht läuft. Wenn sich hingegen deine Mieter ständig beschweren bei dir, kommt zusätzlich auch noch Druck von außen.
      Ich bin aber dennoch deiner Meinung, dass nur die eigene Erfahrung zählt. Es gibt auch sicherlich sehr viele Leute, die diese Thematik völlig anders beantworten, nur machen sie das evtl. nicht allzu publik. Wieso auch? Ich bin schon gespannt, bei dir auch mal was über Immobilien zu lesen!

      Gruß,
      Emanuel

  2. Hallo Emanuel,

    habe mal ganz interessiert auf Deine Seite geschaut. Schön beschrieben. Für mich ist finanzielle Freitheit mit 30 unrealistisch, da ich schon einige Jahre älter bin. Aber es ist nie zu spät. Der Weg ist das Ziel – ich habe in den letzten zwei Jahren auch unendlich viele neue Dinge gelernt, tolle Bücher gelesen und mich positiv entwickelt. Auch wenn ich noch in der Matrix gefangen bin, weiß ich, das da noch mehr ist und wir alle diese Alternative anstreben können.

    Viel Erfolg auf Deinem Weg!

    Gruß
    Bernd

    1. Hallo Bernd,

      schön, dass du hergefunden hast zu mir. Danke für die Unterstützung!

      Volle Zustimmung zu deiner Sichtweise. Je mehr meinen seinen Horizont erweitert, desto realistischer und näher kommt einem das Ziel. Wenn dann zusätzlich die ersten Euros nebenbei auf dem Konto landen, motiviert das noch deutlich mehr!

      Ich bin mir sicher, dass auch du dein Ziel erreichen wirst. Die Einstellung passt schon mal! 😉

      Gruß,
      Emanuel

  3. Hi Emanuel,

    Jedenfalls nicht in einem klassischen Vollzeitjob, wo ich für die Ziele anderer meine Zeit, Energie und Wissen hergebe.

    Genau das ist der springende Punkt bei mir.

    Das was ich tue, macht mir unglaublich viel Spaß. Aber wenn man sich darüber im Klaren ist, dass das System so funktioniert, dass man nur bezahlt wird, wenn man mit seinen Fähigkeiten jemand anderem einen Mehrwert erwirtschaftet, dann finde ich es demotivierend, an dieser Karriere festzuhalten. Vor allem wenn man seinen Produktionsfaktor Arbeit dafür hergeben muss.

    Dann schicke ich doch lieber mein Kapital zur Wertschöpfung vor und behalte meine Zeit. 😉

    Gruß,
    Marco

    1. Hey Marco,

      bin auch dafür, dass die Kohle gefälligst für uns arbeiten soll! 😀

      Danke für deinen Kommentar!

      Gruß,
      Emanuel

  4. Hey Emanuel,

    sehr schöner Schreibstil. Fokussiere dich beim Trading nie zu sehr rein auf das Monetäre. Denn das kann zu psychologischen Fehlverhalten führen. Die Psychologie ist bei den meisten Tradern das Problem, nicht das System, welches Sie handeln. Zumindest ist der Verkauf von Optionen eine sehr gute Wahl für ein weiteres Standbein, da die Wahrscheinlichkeiten sehr zum Vorteil für dich sind.

    Ich wünsche dir dabei viel Erfolg.

    Beste Grüße
    Sandro

    1. Hi Sandro,

      vielen Dank für deinen netten Kommentar.
      Du hast völlig recht – Angst und Gier können deine Rendite unheimlich schmälern! Ich merke, dass ich je länger ich Optionen handle, desto ruhiger werde ich. Dennoch habe ich bisher noch keine großen Korrekturen mitgemacht und habe daher noch keine Erfahrung, wie ich in einer solchen Situation reagieren werde. Das wird die spannendste Frage in der Zukunft.

      Gruß,
      Emanuel

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