Warum wir alle jede Woche einen schlechten Deal landen und was das mit dem Wochenende zu tun hat

Fast jeder von uns gibt 5 und erhält nur 2. Wöchentlich! Wöchentlich 60% Verlust! Ich spreche nicht von deinem Bankkonto oder deinem Depot. Das wäre dir sicherlich bereits aufgefallen, oder? Nein, ich spreche über dein wöchentliches Zeitkonto!

Wir alle, du und ich, geben 5 Tage unserer Arbeitszeit für mickrige 2 Tage Wochenende. Ein ziemlich schlechter Deal, wenn du mich fragst.

Thanks God It’s Friday

Dies meint auch MJ DeMarco in seinem Buch „The Millionaire Fastlane: Crack the Code to Wealth and Live Rich for a Lifetime“. Er beschreibt, dass wir alle nur auf unseren wöchentlichen Gehaltsscheck (= Samstag und Sonntag) warten. Ausgestellt  jeden Freitagabend.

Das Wochenende, also 2 Tage, ist unser Lohn für 5 Tage harte Arbeit. Hiervon kommt nach DeMarco auch der bekannt Spruch und Hashtag #TGIF: „Thanks God It’s Friday“.

Thanks God It's FridayMontag bis Freitag ist Arbeit angesagt. Samstag und Sonntag haben wir Zeit und können all unsere Pläne verwirklichen. Leider halten sich aber nicht alle Dinge unseres Lebens an diesen Rhythmus.

MJ DeMarco gibt hierbei das erste gesprochene Wort deines Nachwuchses als Beispiel an. Denn dem ist es völlig egal, ob nun Montag oder Samstag ist. Der spricht einfach los, wenn es ihm passt. Wochenende ist ihm egal!

Auch die Regenwolken machen einfach das was sie möchten! Die nehmen nie Rücksicht auf unseren wohlverdienten Wochenendausflug! Wenn du aber wieder im Büro deinen Bildschirm motivationslos anstarrst und noch 3 Stunden bis zum Feierabend hast, holt die Sonne alles raus was geht.

Entstehung des Wochenendes

Der freie Sonntag hat seinen Ursprung im frühen Juden- und Christentum. Nach sechs anstrengenden Arbeitstagen sollte der siebte Tag der Woche zum Ausruhen freigestellt sein. Später war der Sonntag dann für den regelmäßigen Kirchgang reserviert.

Selbst im deutschen Grundgesetz ist der freie Sonntag als „Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ fest verankert und geschützt. Für 14% der deutschen Arbeitnehmer gilt dies aber leider nicht, so das statistische Bundesamt. Sie müssen auch am Sonntag ran.

Der Samstag ist offiziell ein ganz normaler Werktag. Deswegen müssen auch 26% der Erwerbstätigen an diesem Tag schuften. Dennoch haben sich viele Gewerbe darauf verständigt, am Samstag nicht zu arbeiten. Bestes Beispiel für und sind die Handelszeiten an der Börse. Samstag und Sonntag passiert da nichts!

Sehe Zeit als das wertvollste Asset an!

In „The Millionaire Fastlane“ wird auch Zeit als eigenes und wertvollstes Asset angesehen. Geld spielt dabei nur eine unterstützende Rolle, um seine Zeit möglichst lebenswert gestalten zu können. Zudem kannst du dir auch mit Geld freie Zeit erkaufen.

Nichts anderes machen wir, wenn wir uns für die finanzielle Freiheit entscheiden. Wir wollen raus aus dem Job. Mehr Zeit haben für unsere Hobbies. Vielleicht eine Reise bestreiten. Oder uns einfach nur um unsere Mitmenschen kümmern. Mit ihnen Momente erleben, welche wir ansonsten verpasst hätten.

Geld + Zeit = Spaß und Zufriedenheit

Fürchterlich finde ich auch die Vorstellung „keine Zeit zu haben um das viele, hart verdiente Geld ausgeben zu können“. Bei der Asset-Allokation, die von vielen Leuten von morgens bis abends gepredigt wird, sollte man neben den ganzen risikobehafteten und risikolosen finanziellen Assets auch den Faktor Zeit als eigenes Asset berücksichtigen.

Denn nur Geld + Zeit machen Spaß und glücklich! Geld ohne Zeit ist in meinen Augen nicht befriedigend. Zeit ohne Geld aber auch!

Ich finde es daher unglaublich wichtig, dass man sein Geld nicht nur durch den Tausch seiner Zeit verdient, sondern auch das Geld für sich arbeiten lässt. Ob das nun (niedrige) Zinsen auf dem Festgeldkonto sind, Dividenden oder Optionsprämien sind.

Konsum ist der Tod für Geld und Zeit

Den größten Negativ-Effekt hat aber vor allem unnötiger Konsum. Einmal einen Benzinschlucker hier, ein neues Smartphone da. Lieblingshobby? Natürlich Shopping – egal ob in der Fußgängerzone oder im Internet!

Wenn man dann das Ganze dann auch noch übertreibt,  hat man sein mühsam erarbeitetes Gehalt komplett verballert. Der Dispo glüht und freuen tut sich dabei, wie immer, die Bank!

Konsum ist die Todesspirale schlechthin. Er verbrennt nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Denn um weiter shoppen zu können, kann man nur an der Einnahmeschraube drehen. Und beim klassischen Tauschgeschäft Geld gegen Zeit bedeutet dies mehr Arbeit, weniger Freizeit. Das heißt ich mache mir dadurch meine beiden wichtigsten Assets Geld und Zeit kaputt! Spricht man da noch Glück und Zufriedenheit? Kann ich mir persönlich beim besten Willen nicht vorstellen.

Lebenszeit ist begrenzt, Geld hingegen nicht

Einen weiteren Punkt, wieso du an deiner persönlichen Zeitformel arbeiten solltest, habe ich noch.

Unser aller Lebenszeit ist begrenzt. Auch wenn der medizinische Fortschritt und die Verbesserung des Wohlstands in unserer Welt die Lebenszeit auch weiterhin deutlich verlängern wird, glaube ich noch nicht an das unendliche Leben. Da steckt für mich noch zu viel Science Fiction drin.

Dein Kapital kann immer weiter wachsen, sich immer weiter vermehren.

Sollten wir dann nicht lieber schauen, dass wir sinnvoller mit unserer Zeit umgehen? Dinge vermeiden, die wir nicht mögen? Unserer begrenzten Lebenszeit einen höheren Stellenrang einräumen?

Arbeite an deinen eigenen Zielen

Auch wenn du noch weit weg bist finanziell frei zu sein. Die Verringerung der Arbeitszeit in Form von Teilzeit aus finanziellen Gründen noch nicht möglich ist. Dennoch kannst du diese Zeit „lebenswerter“ gestalten, indem du dir einen Job suchst, der dich erfüllt und fordert. Aber der dir keinen Maulkorb aufzwingt und die in deiner Lebensgestaltung und –freude einschränkt.

Es geht gar nicht darum, seine ganze Zeit am Strand in der Sonne sprichwörtlich zu verbrennen. Es geht darum, dass man möglichst viel tut in seinem Leben, das einen wirklich weiterbringt und glücklich macht.

Du solltest alles möglich versuchen, dir größtmöglichen Zeitraum hierfür einzuräumen. Sparen und Investieren sind hierbei zwei wichtige Pfeiler.

Aber auch die Einnahmenseite zu erhöhen, ohne höheren Einsatz von „schlechter“ Zeit.

Wie das geht?

Arbeite an deinem Humankapital. Erwerbe Wissen, dass dich in höher vergütete Jobs bringt.

Oder baue dein eigenes Business, mit dem du unendlich skalieren kannst!

Anstatt dann nur paar Prozent im Jahr aus deinem Kapital rauszuholen, besteht hier durchaus die Möglichkeit seinen Einsatz zu vertausendfachen oder mehr!

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