Vorteile Stillhalterstrategie

8 Gründe, warum du noch heute ein Stillhalter werden und Optionen handeln solltest

11Findest du, dass die Dividendenstrategie zu langsam dauert und du zu viel Kapital brauchst?

Daytrading ist dir nicht ganz geheuer, geschweige denn zu viel Arbeit?

Und du möchtest dennoch ein regelmäßiges Einkommen mit deinem Börsenhandel erzielen?

Dann versuche dich doch als Stillhalter und verkaufe Put-Optionen!

Ja so könnte ein Werbeslogan für den „Beruf“ des Stillhalters lauten! Viele von uns wollen sich nicht nur auf reine Kursgewinne beschränken, die erst bei Abstoß ihrer Aktien auf dem Konto landen. Sondern es sollen regelmäßig, am besten monatlich, die Euros auf deinem Konto sprudeln. Eine Methode, womit du dies erreichen kannst, ist die des Stillhalters.

Er verkauft regelmäßig auf verschiedene Basiswerte (darunter Aktien, ETFs, Rohstoffe, Währungen) Put-Optionen. Damit wettet er, dass sein Basiswert sich tendenziell nach oben oder seitwärts bewegt. Für das eingegangene Risiko, dass Wette nicht aufgeht, bekommt er ab Verkauf eine Prämie. Desto mehr Puts er verkauft oder desto höher die Prämie ausfällt, desto höher fällt auch die Ernte auf seinem Konto aus.

Nun soll dir das Wasser noch etwas mehr im Mund zusammenlaufen. Indem ich nun noch etwas konkreter werde und auf folgende 8 Vorteile der Stillhalterstrategie und des Optionshandels eingehe:

#1 Die Wahrscheinlichkeit steht auf deiner Seite

 

Wenn du deine Put-Optionen in der Nähe der ersten Standardabweichung auswählst, hast du ungefähr ein 20 prozentiges Risiko, dass die Option bei Ende der Laufzeit ausgeübt wird. 80% Wahrscheinlichkeit stehen aber auf deiner Seite, dass du ohne Probleme deine Prämie einstreichen kannst. Zudem arbeitet auch der stetige Verfall des Zeitwertes für uns!

Das Delta gilt für dich hierbei als ein sehr hilfreicher Indikator um die Wahrscheinlichkeit einzuschätzen. Zum Beispiel ein Delta 0,2 entspricht einer Ausübungswahrscheinlichkeit von 20%. Je höher das Delta ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Ausübung und das damit verbundene Risiko. Natürlich bekommst du bei höheren Risiko auch mehr Prämie als Ausgleich für deinen Mut!

Da wir nur Put-Optionen „out of the money“ (Strike < aktueller Kurs des Basiswertes) verkaufen, haben wir immer ein Delta kleiner als 0,5. Somit ist unsere Gewinnwahrscheinlichkeit immer höher.

 

#2 Du benötigst weniger Kapital

 

Als Stillhalter müssen wir keine vollwertigen Aktien o.ä. erwerben, um Geld zu verdienen. Deswegen kannst du auch mit einem kleinen Konto mit dem Optionshandel starten und erste Einnahmen erzielen. Erfahrungsgemäß lässt sich mit den Prämieneinnahmen mit deutlich niedriger Depotsumme ein nettes, regelmäßiges Einkommen erzielen. Insbesondere im Vergleich zur Dividendenstrategie

Oftmals erwarten aber die Broker, dass du eine Mindesteinlage im Depot hinterlegst. Diese beträgt oft zwischen 2000€ – 4000€. Dies ist dann auch die untere Grenze, um mit dem Optionshandel zu starten. Für einige Anfänger sicherlich ein großer Nachteil.

Darunter macht aber in meinen Augen die Stillhalterstrategie keinen großen Sinn. Wer diese kleinen vierstelligen Summen nicht zum Investieren besitzt, sollte lieber bei ETFs oder Einzelaktien vorerst bleiben und sich die Mindesteinlage ersparen.

 

#3 Du kannst auch auf fallende Kurse setzen

 

Egal ob eher die Bullen oder die Bären an der Macht sind. Mit dem Verkauf von Optionen kannst du sowohl auf steigende, wie auch auf fallende Kurse wetten.

Bei steigenden Kursen bietet sich der bereits angesprochene Verkauf von Put-Optionen an. Hingegen verkaufst du bei fallenden Kursen Call-Optionen, um entsprechende Prämien einzusacken.

Des Weiteren gibt es auch noch kombinierte Strategien wie zum Beispiel den von mir öfters verwendeten Strangle. Das schön hierbei ist, dass du nicht entscheiden musst, ob du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren willst. Du nimmst einfach eine neutrale Position ein, indem du gleichzeitig Call- und Put-Optionen verkaufst.

 

#4 Nutze den Hebel, um höhere Gewinne zu erzielen

 

Vielleicht hast du ein Margin-Konto bei deinem Broker?! Im Optionshandel ist es möglich mithilfe eines Hebels zu arbeiten. Ein Hebel erlaubt es dir, Geschäfte zu tätigen, die dein eingezahltes Guthaben übersteigen.

Wenn du nur 1000€ besitzt, kannst du mit einem Hebel 2 Aktien kaufen im Wert von 2000€. Damit haben sich deine potentiellen Gewinne verdoppelt. Die möglichen Verluste aber auch.

Die sogenannte Margin ist die Sicherheitsleistung oder der Pfand, den der Broker von dir fordert, um einen Trade einzugehen. Die Margin beträgt zumeist nur einen geringen Teil des Gesamtwertes deines Trades. Somit kannst du beim Handel auf Margin, einen Hebeleffekt wahrnehmen. Da du mehr Trades damit eingehen kannst, als Guthaben auf deinem Konto verfügbar ist, ist es auch möglich deutlich höhere Gewinne einzustreichen. Aber Achtung – ein Hebel kann immer in beide Richtungen wirken! Nach oben und nach unten. Das heißt, auch ein deutlich größerer Verlust kann durch die Nutzung des Hebels entstehen.

 

#5 Einen Emittenten dazwischen gibt es nicht

 

Bei Optionsscheinen gibt es einen Emittenten zwischen dir und dem Basiswert. Meistens stellt solche Optionsscheine eine Bank aus. Von dieser Bank bekommst du das Papier und du verhandelst auch direkt den Preis mit der Bank. Hierbei entsteht ein zusätzliches Risiko, nämlich das Emittentenrisiko. Geht die Bank Pleite, so ist auch dein Optionsschein nichts mehr wert. Außerdem bestimmt die Bank den Preis! Bei Optionen gilt das ganz einfache und auch vorzuziehende Prinzip von Angebot und Nachfrage.

 

#6 Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen

 

Das Durchführen der Stillhalterstrategie kannst du locker mit 20 Minuten am Tag (Wochenende natürlich frei!) bewältigen. Wenn du gerade in Shoppinglaune bist, dann entsprechend mehr. Genauso verhält es sich, wenn deine Positionen unter Druck geraten und du dir geeignete Reparaturstrategien überlegen musst.

Gegenüber Buy-and-Hold ist der Optionshandel aber auf alle Fälle ein aktives Instrument um Geld zu vermehren und bedarf deutlich mehr Zeit. Zum Daytrading sind wir aber dennoch meilenweit entfernt, was den zeitlichen Aufwand angeht.

 

#7 Du kannst dich vor zu hohen Verlusten absichern

 

Vertical Spreads oder Iron Condors bieten dir die Möglichkeit an, deine möglichen Verluste zu begrenzen. Eine normale Aktie im Depot kann fallen, fallen und fallen. Im Worst Case macht der Laden zu und dein investiertes Geld ist weg!

 

#8 Du bekommst was mit vom Marktgeschehen

 

Zum Abschluss noch ein Punkt, der meiner eigenen Erfahrung entspricht. Bevor ich Optionen verkauft habe, war ich in ETFs und wenigen Einzelaktien als Buy-and-Hold-Anleger unterwegs. Bei einer passiven Strategie, wie dem Buy-and-Hold, kauft man einmal seine Wunschaktie und lässt sie dann jahrelang liegen.

Seitdem ich nun die Stillhalterstrategie verfolge, habe ich den Markt und meine favorisierten Aktien deutlich mehr im Blick. Dies kann ich zum Beispiel auch für Buy-and-Hold nutzen, um einen deutlich besseren Zeitpunkt für den Einstieg bei meiner Lieblingsaktie zu finden. Auch habe ich nun erfahren, dass die Charttechnik doch kein Hokuspokus ist.

 

Zusammenfassung

Ihr habt nun meine Top 8 Gründe für den Handel von Optionen erfahren. Neben den vielen Vorteilen gibt es wenige nicht so tolle Punkte. Diese erwarten dich in einem zweiten Teil dieser Serie, wenn es um die Nachteile geht.

 

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