Meine Eindrücke vom Jens Rabe Training: Optionshandel für kleine Konten 4

Seit Ende Oktober 2017 befand ich mich im Webinar „Optionshandel für kleine Konten 4“ von Jens Rabe. Im Einnahmenbericht vom November 2017 habe ich bereits kurz erwähnt, dass ich in diesem Online-Training teilnehme. Vielleicht ist es den einen oder anderen aufgefallen, dass ich auch seit diesem Zeitpunkt zum Teil andere Ansätze in meinen täglichen Optionshandel verfolge. Grund hierfür ist, dass ich einen sehr großen Teil der von Jens Rabe gelehrten Strategie in die Praxis umgesetzt habe und diese auch in der Realität live handeln möchte. Vieles habe ich bereits berücksichtigt, anderes kam neu dazu bzw. habe ich verändert. Nun ist das Webinar zu Ende und ich möchte euch teilhaben lassen an meinem persönlichen Resümee.

Zuvor möchte ich darauf hinweisen, dass ich keinerlei Profite aus der Weiterempfehlung dieses Kurses schlage. Das heißt, dass ich diesen Erfahrungsbericht zu 100% aus freien Stücken verfasse und ich hier ungefiltert meine eigene, subjekte Meinung veröffentliche. Absolut keine Affiliate-Links, Referral-Programme oder sonst irgendeinen Kram. Meine Intention ist, allen Interessenten des Kurses einen unabhängigen Blick zu bieten, um ihnen die Entscheidung zu erleichtern. Ich hätte mich nämlich selbst vor dem Kauf des Kurses evtl. deutlich leichter mit der Entscheidung getan, wenn ich Zugriff auf ein paar Testberichte von anderen Kunden gehabt hätte.

Worum geht es in „Optionshandel für kleine Konten“?

„Optionshandel für kleine Konten“ ist ein Online-Training um den Optionshandel von der Pike aus zu lernen und im praktischen Handel umsetzen zu können. Jens Rabe stellt dabei eine klare Strategie vor und handelt diese dann an zahlreichen Trades mit echten Geld nach. Ein grundsätzliches Verständnis der absoluten Options-Grundlagen (Was ist eine Option? Call / Put? Short / Long …) werden hierbei vorausgesetzt. Im Grundsatz geht es darum ein 5.000 € – Konto auf 25.000 € hochzuhandeln. In der vierten Auflage kommt er diesem Ziel schon sehr nahe.

Jens Rabe ist in meinen Augen einer der bekanntesten Optionshändler im deutschsprachigen Raum. Wer ihn nicht kennt, sollte sich die beiden von ihm und seinem Team geführten Youtube-Kanäle (Jens Rabe & Optionsstrategien) zu Gemüte ziehen. Ich persönlich mag ihn sehr gerne, da er nicht dieses prollige Auftreten wie viele andere Trader besitzt. Des Weiteren verspricht er nicht, dass jemand mit seiner Strategie Millionär von heute auf morgen und ohne einen Finger zu krümmen werden kann. Sein Ansatz ist ganz klar – das regelmäßige Einkommen.

Dies ist auch mein Ziel und der Grund dafür, wieso ich Optionsverkäufer bin. Den Jackpot werdet ihr mit dieser Strategie leider nicht knacken. Sorry, da müsst ihr euch andere Sachen anschauen.

Was kostet der Kurs und was bekomme ich dafür?

Ich habe mir das Paket mit allen Auflagen geholt für ca. 600€. Das heißt, ich konnte live bei der 4. Auflage dabei sein und habe die drei vorherigen zum nachschauen zur Verfügung. Wer nur die 4. Auflage möchte zahlt ca. 100€ weniger.

Für das Geld bekam man Zugang zu 16 Live-Sessions, die immer genau eine Stunde gedauert haben. Die Live-Sessions wurden in Form von Videos aufgezeichnet und in einem Webportal veröffentlicht, um jederzeit einen erneuten Zugriff zu gewähren. Des Weiteren gab es noch einen kleinen Video-Crashkurs zur Traders Workstation und zwei Bonus-Videos zu ausgewählten Themen.

Die Zuschauer konnten jederzeit per Mail oder während der Live-Sessions Fragen stellen, die dann Jens entsprechend beantwortet hat. Ungefähr 5 von den 16 Trainingseinheiten ging für reine Fragen-und-Antworten-Videos drauf. Die restlichen Videos waren Theorieeinheiten oder praktische Präsentationen mit Live-Trading im Echtgeldkonto. Alle gehandelten Trades wurden größtenteils in den Videos besprochen. Des Weiteren wurde man über jede Aktion über einen Adhoc-Service per Mail informiert und konnte so auch außerhalb der geplanten Trainingszeiten alle Aktionen an den Trades zeitnah mitverfolgen.

Folgende Themen wurden behandelt:

  • Marktbeobachtung mittels Morgenroutine
  • Money und Risk Management
  • Short Put System
  • Adjustierungen mittels Rollen
  • Handeln von Volatilitätsprodukten
  • Einführung in Spreads
  • Was kann ich alles handeln, wenn die Märkte nach unten gehen

Wieso habe ich an diesem Webinar teilgenommen?

Wer meinen Blog schon eine Weile verfolgt weiß, dass ich schon seit Februar 2017 als Stillhalter im Optionshandel agiere. Dem Markt sei Dank – auch in meinen Augen recht erfolgreich. Dennoch war meine Strategie nicht zu 100% ausgereift meiner Meinung nach. Ich hatte Lücken in der Auswahl meiner Underlyings, welche stark begrenzt war durch meine persönliche, fundamental bewertete Watchlist. Ich hatte keinen klaren Ansatz was ich tue, wenn der Markt dreht bzw. wie ich diese Umbrüche überhaupt richtig erkenne. Es fehlte an einem System für den übergeordneten Gesamtmarkt.

Hingegen war ich aber bereits überzeugt, dass man mit dem Optionshandel Geld verdienen kann. Ich hatte ein gutes Gefühl im Umgang mit der TWS und auch an ein paar grundlegenden Regeln bzgl. Money- und Risk-Managment, Marginauslastung habe ich mich fix gehalten. Auch die theoretischen Grundlagen über den Optionshandel hatte ich intus.

Das heißt mein Anspruch an den Kurs war, ein praktisches System kennen zu lernen, dass ich auch in schwierigeren Gewässern anwenden konnte.

Jens Rabe habe ich durch seine zahlreichen Videos kennengelernt und konnte darüber auch seine Kompetenz einschätzen. Des Weiteren ist er sehr transparent bzgl. der Veröffentlichung seiner echten Ergebnisse, aber auch seiner Verlusttrades. Die groben Ansätze seines Handeln hat er natürlich in seinen Youtube-Videos bereits behandelt. Ich wollte aber das gesamte System überblicken und dieses in der praktischen Anwendung nachvollziehen. Ob dies gelungen ist – dazu später.

Wie lief das Training ab?

Nachdem ich das Training gebucht hatte, bekam ich anschließend einen Zugang zu einem Klientenbereich. Dieser umfasste bereits am Anfang paar TWS-Videos und downloadbare Dokumente. Des Weiteren hatte ich da bereits schon vollen Zugriff auf die Aufzeichnungen der vergangenen Auflagen. Ende Oktober 2017 war dann das erste Live-Webinar. Diese fanden meistens gegen 17 Uhr statt. Da ich zu diesen Zeiten eher weniger Zeit hatte, nahm ich live selten teil bzw. habe nur kurz reingeschaut. Generell funktionierte aber der Live-Stream. Fragen konnten per Mail gesendet werden bzw. zum Teil auch im Live-Chat. Bevorzugt wurden aber die Fragen per Mail, da somit doppelte Fragen zusammengefasst werden konnte und diese thematisch auch etwas geordnet wurden. Das heißt, dass es absolut nicht nötig war, zu den angebotenen Uhrzeiten live dabei sein zu müssen.

Der Aufbau der einstündigen Sessions sah meist recht ähnlich aus. Am Anfang gab es meist allgemeine Infos oder einen Blick auf die aktuelle Marktsituation. Darauf folgte dann die Besprechung der aktuell offenen Positionen und das Eröffnen von neuen Trades. Der Hauptteil umfasste dann entweder ein Thema, dass ausführlich behandelt wurde oder die Beantwortung von Fragen.

Mit dem Starten des Trainings gab es dann auch die Adhoc-Mails. Diese kamen immer dann, wenn sich irgendwas im gehandelten Depot getan hatte. Somit hatte jeder auch die Möglichkeit die Trades zum großen Teil nachzuhandeln. Ich persönlich habe evtl. 1-2 Ideen aufgegriffen und selbst gehandelt. Dennoch fande ich diesen Zusatzservice sehr gut.

Sehr positiv muss ich Jens und seinem Team anrechnen, dass sie die zuvor beworbene Anzahl von 14 Videos, um zwei weiter Fragen-und-Antworten Sessions erweitert haben. Somit war das Training nicht schon zu Weihnachten letzten Jahres abgeschlossen, sondern es folgten nochmal zwei Trainingseinheiten in 2018.

Was war positiv? Was war negativ?

So nun aber endlich zu meiner eigentlichen Bewertung des Trainings.

Aufmachung und Organisation

Das Webportal ist klar strukturiert und einfach zu bedienen. Ich hatte daher absolut keine Probleme die veröffentlichten Aufzeichnungen abzurufen. Der Adhoc-Service lief ohne Probleme und auch die paar wenigen Mal wo ich live reingeschaut habe, konnte ich keine Probleme feststellen.

Den Download-Bereich empfinde ich etwas lieblos gestaltet. Die Dokumente / Präsentationen des Kurses sind OK. Aber es gibt auch noch einen allgemeinen Download-Bereich mit allen möglichen Kram. Teilweise sehr spannend, wie beispielsweise alte Teile vom eigenen Börsenbrief, zum anderen aber auch sehr viele Sachen, die so im Kurs nicht aufgegriffen oder behandelt wurden bzw. einfach nicht relevant sind.

Für die Produktion und Aufmachung der Videos muss ich Jens volle Punktzahl geben. Die Videos wurden alle im hauseigenen Studio aufgenommen, dass eine verdammt professionelle Qualität abliefert. Green-Screen, verschiedene Einblendungen und Präsentationsmedien – top! Solche Nebenfaktoren machen für mich ein professionelles Training rund. Niemand will heutzutage mehr jemanden vor einer Webcam mit einem miesen Notebook-Mikrofon sehen und dafür teuer bezahlen.

Ansonsten ist Jens ein sehr guter Trainer und kann die von ihm gelehrten Themen sehr gut rüberbringen. Auch war er sehr geduldig gegenüber den zahlreichen Fragen gewesen ohne aber irgendwie monoton oder gelangweilt zu wirken. Wenn ihr mit seinem Stil in den Youtube-Videos gut klar kommt, dann wisst ihr was euch in seinen Trainings erwartet. Für mich persönlich ist dieser Punkt schon die halbe Miete für einen erfolgreichen Kurs.

Inhalt

Eine grobe Zusammenfassung der behandelten Themen habe ich euch ja bereits zum Beginn des Artikels gegeben. Final bin ich mir sicher, dass jeder der die Strategie verinnerlicht hat eine gute Grundlage hat um langfristig und stetig Einnahmen mithilfe von Aktienoptionen zu erzielen. Jens fand hier eine gute Mischung an Theorie und Praxis. Zusätzlich würzte er sein Lehrmaterial mit vielen kleinen Einsichten und Annekdoten aus seinem eigenen Traderalltag. Außerdem weist er auf zahlreiche sinnvolle Tools hin, die insbesondere mir schon sehr viel geholfen haben und mein tägliches Handeln deutlich effizienter gemacht haben.

Einen großen Fokus legte er immer wieder auf die bereits sehr früh eingeführte Morgenroutine zur täglichen Marktbeobachtung. Ich kannte dies zwar bereits aus seinen Videos, aber erst durch das Training bin auch in die Umsetzung gekommen. Die Morgenroutine ist grob eine Excel-Tabelle, die verschiedene Marktindikatoren (z.B. VIX, Advanced Decline Lines, Put-Call-Ratio usw.) abfragt, die man täglich ausfüllt. Ich muss sagen, dass ich nun schon ca. 3 Monate täglich die Morgenroutine durchführe und sie mir ein deutlich besseres Gefühl für die Gesamtmarktstimmung gibt. Sicherlich bin ich an vielen Stellen noch unsicher, aber dies kommt mit der langfristigen Anwendung und der damit einhergehenden Erfahrung.

Ansonsten nimmt er sich auch sehr viel Zeit, die praktische Anwendung in der TWS zu zeigen. Obwohl ich mich mit der TWS schon sehr sicher fühlte, habe ich doch einige kleinere Kniffe mitgenommen. Für Anfänger, die evtl. auch nicht so IT-affin sind wie ich, sicherlich ein sehr, sehr wichtiger Pluspunkt vom Training. Den eigenständigen Zusatz-TWS-Kurs fand ich persönlich ganz nett. Habe aber für mich selbst mehr mitgenommen, wenn Jens in der realen Handelswelt die Handelsumgebung bedient hat.

Fragen zum Teil zäh und Future-Optionen fehlen

Großen Raum räumte er auch der Beantwortung von Fragen aus dem Teilnehmerkreis ein. Ich hatte ebenfalls zwei Fragen per Mail gesendet. Die wichtigere wurde beantwortet, die andere nicht. Aufgrund der Fülle der Fragen gingen sicherlich welche unter bzw. passten zeitlich, trotz der zwei Zusatzsessions, nicht mehr rein. Ich persönlich kann dies verzeihen. Als geringfügig erfahrenerer Optionsverkäufer fand ich die puren Frage-und-Antwort-Videos zum Teil aber auch zäh bzw. wurde auch vieles mehrmals erläutert und durchgekaut. An manchen Stellen fand ich Jens hier etwas zu geduldig bzw. hätte es in meinen Augen ein Verweis auf die vorangegangenen Erklärungen auch getan.

Schade fand ich, dass das Handeln von Future-Optionen komplett außen vor gelassen wurden. Sicherlich sind in der Zielgruppe vom Kleine-Konten-Training hauptsächlich, die eher Anfänger mit kleinen Depots (ab 5000€) besitzen. Aber man hat durch einige Fragen gemerkt, dass durchaus einige Leute, ähnlich wie ich, größere Depots besitzen und an Future-Optionen Interesse hatten. Hier wurde dann doch meist auf das deutlich teurere (rund 4000 – 5000€) Coaching-Programm verwiesen. Für mich persönlich wäre es besser gewesen, wenn man sich eine Frage-und-Antwort-Session gespart hätte und man kurz auf die groben Eigenheiten bzw. Unterschiede bei Future-Optionen eingegangen wäre. Alleine stand ich mit der Anforderung nach einem „bezahlbareren“ Future-Optionen-Training jedenfalls nicht, denn Jens hat relativ zum Schluss dieses oft nachgefragte Thema kurz aufgegriffen und auf seinen Börsenbrief verwiesen als mögliche Alternative.

In diesem wird auch ein mittleres Konto hauptsächlich mit Future-Optionen gehandelt. Hier könne man Ideen und Beispieltrades genügend aufgreifen. Ich habe mich für eine 30-Tage-Testphase angemeldet und schaue mir dies mal an. Wenn hierzu auch ein Review meinerseits erwünscht ist, bitte ich um einen kurzen Kommentar!

Abschließendes Urteil

Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Kurs war und trotz Vorerfahrung einiges lernen konnte. Ich fühle mich nun auch psychisch / emotional sicherer, um schwierigere Marktphasen überstehen zu können. Des Weiteren konnte ich meine eigene Strategie stark erweitern und auf eine solide Grundlage aufbauen, welche ich zuvor an manchen Stellen nicht hatte. Für mich ist der Kurs „Optionshandel für kleine Konto“ seinen Preis absolut wert! Insbesondere Anfänger werden hier einen sehr guten Einstieg in die zum Teil recht komplizierte Welt des Optionshandels finden.

Schade fand ich, dass Future-Optionen in der 4. Auflage gar nicht zu Wort gekommen sind. Ein paar Sachen konnte ich bereits in den Aufzeichnungen der älteren Durchgängen des Kurses finden. Vielleicht werde ich ja hier noch fündig. Ebenso wird in den älteren Auflagen die BBTM-Strategie (Bollingerband-Trendfolgemodell) besprochen, welche ich mir auch noch in naher Zeit zu Gemüte ziehen möchte. Ich denke, dass evtl. die etwas erfahreneren Optionshändler zusätzlich zur 4. Auflage auch die alten Auflagen noch mitnehmen sollten.

9 thoughts to “Meine Eindrücke vom Jens Rabe Training: Optionshandel für kleine Konten 4”

  1. Hallo Emanuel,

    interessant. Danke für den ausführlichen und – wie ich finde – objektiven Erfahrungsbericht. Das Seminar scheint sich in Summe gelohnt zu haben. Sollte ich irgendwann mehr Ambitionen mit Optionen an den Tag legen, trete ich eines Tages vielleicht in deine Fußstapfen. Bis dahin werde ich weiterhin kleine Optionsbrötchen backen 😉

    Lieben Gruß,

    Torsten

  2. Danke Emanuel für das ausführliche Review. Ich habe mir auch schon überlegt zumindest die Basics von Jens Rabe zu lernen, er bietet glaube ich auch etwas günstigere Produkte für Einsteiger an. Mal schauen ob ich mir tatsächlich in Zukunft etwas von ihm holen werde. Ich mag zumindest seine Art auf YouTube.

  3. Hallo Emanuel,

    danke für den Bericht.
    Ich wäre auch an einem Review zum Börsenbrief.
    „Alleine stand ich mit der Anforderung nach einem „bezahlbareren“ Future-Optionen-Training jedenfalls nicht, denn Jens hat relativ zum Schluss dieses oft nachgefragte Thema kurz aufgegriffen und auf seinen Börsenbrief verwiesen als mögliche Alternative.
    In diesem wird auch ein mittleres Konto hauptsächlich mit Future-Optionen gehandelt. Hier könne man Ideen und Beispieltrades genügend aufgreifen. Ich habe mich für eine 30-Tage-Testphase angemeldet und schaue mir dies mal an. Wenn hierzu auch ein Review meinerseits erwünscht ist, bitte ich um einen kurzen Kommentar!“

    Danke!

    1. Hallo Fritz,

      vielen Dank für das Interesse. Ich nehme es auf die To-Do-Liste.
      Kurz gesagt, habe ich den Börsenbrief nach der Testphase nicht mehr verlängert, da ich Jens Rabe’s Strategie nicht mehr folge. Auch das Thema Futures ist erstmal weiter weg geschoben. Die Erfahrungen aus dem kleinen Februar-Crash haben da bei mir ein Umdenken ausgelöst.
      Gruß,
      Emanuel

  4. Hallo Emanuel,

    was waren denn deine Lernings aus dem kleinen Februar-Crash und inwiefern hat das dazu geführt, dass du
    der Strategie von Jens nicht mehr folgst? Oder anders geftragt, wie hast du deine Risikostrategie optimiert?

    Gruß
    Frank

    1. Hi Frank,

      – Underlying-Auswahl: Keine zufälligen Aktien mehr, die gerade viel Volatilität oder Momentum haben, sondern die eigenen Lieblingsaktien.
      – Mit dem richtigen Underlying brauchst du dir auch nicht mehr allzu viele Gedanken mehr um die 200% Regel machen
      – Margin weiterhin kleiner 50%
      – Positionsgrößen ebenfalls deutlich unter 1% des Depotwertes
      – Earningstermine weiterhin beachten und nicht darüber handeln
      – Einbuchen von Aktien ist OK, da du ja gute Werte ausgewählt hast zuvor
      – Ich achte zudem auch auf einfache Chartbilder: also in keine totalen Abwärtstrends reinhandeln o.ä.
      – Morgenroutine habe ich schlussendlich aufgehört, da ich hierbei einfach keinen Nutzen gesehen habe. Ab und zu schaue ich mir noch den VIX an, aber das war’s dann auch schon.

      D.h. der große Unterschied zu Jens‘ Strategie ist der, dass ich sehr stark achte, welche Underlyings ich genau handle. Ich fühle mich mit der Vorgehensweise deutlich entspannter nun und brauche zudem auch weniger Zeit, da ich nicht immer den gesamten Markt nach neuen Tradingideen abscannen muss.

      Gruß,
      Emanuel

  5. Hallo Emanuel,
    kannst du zum Börsenbrief von Jens Rabe noch was sagen? Kann man mit der 30-Tage Testphase schon was anfangen oder sollte man ein 3-Monatsabo nehmen zum Austesten?
    Gruß,
    K-H

    1. Hi K-H,

      mir hat die 30-Tage-Phase gereicht. Zufälligerweise war dies genau, während der Markt Anfang Februar in die Hose ging. Hier konnte man sehr gut sehen, wie Jens hier handelt bzw. auch ein blaues Auge abbekommen hat.

      Mein jetziger Handelsstil ist relativ langweilig und ich handle immer die gleichen Werte. Für mich wäre der Börsenbrief Stand heute eher weniger sinnvoll. Aber bilde dir am besten deine eigene Meinung.

      Gruß,
      Emanuel

  6. Ich habe Jens Rabe jetzt seit 4-5 Jahren verfolgt und ich war Kunde in seinem Coaching Programm. Mein Fazit:
    Er ist einer der wenigen die absolut transparent am Markt agieren, er hat (nach Außen) ein sympathisches Auftreten und er kann Dinge didaktisch gut erklären.
    Jedoch ist er aus meiner Sicht im Verlauf der letzten Jahre durch die öffentliche Aufmerksamkeit von seiner Kernkompetenz – dem Optionsverkauf weggekommen. Er beschränkt sich mittlerweile überwiegend darauf immer neue Kunden (für die kleine Kontenausbildung) zu gewinnen. Frühere „Werbeversprechen“ konnte er nachweislich langfristig mit seiner Art des Optionshandels nicht erbringen – hier wird ihm seine Transparenz eben zum Verhängnis. Frühere Aussagen „mind. 2 % pro Monat“ oder „maximaler Drowdown von 3 Monaten“ hört man nicht mehr. Wenn man die einzelnen Trades verfolgt hat, hat man erkannt, dass er regelmäßig beim rollen das Risiko erhöht hat … das geht ab und zu gut, aber eben nicht immer. Jens ist generell was Kritik angeht sehr dünnhäutig – nach außen verkauft er es zwar anders, aber ich weiß das er mehrere kritische Anmerkungen nicht veröffentlicht und grenzwertig kritische Kommentare als „Klugscheißerfraktion“ abtut.
    Meine ganz persönliches Resultat als ich regelkonform nach Jens Rabe getradet habe – in Zeiten in denen der Markt gut läuft … läuft er von der Performance hinterher und jetzt kommt für mich das entscheidende – in Zeiten in den denen der Markt einbricht / korrigiert, geht die Performance noch deutlicher zurück. Meine einfach nachzuvollziehende Anmerkung zum verkaufen von short Puts nach seinem Regelwerk:

    Bei einem System mit einer Gewinnmitnahme von 50 % und einer Verlustbegrenzung von200 % braucht man eine Trefferquote von 80 %, damit bei diesem System +/- 0 herauskommt. Das bedeutet, dass wenn ich mit solch einem System langfristig Performance erreichen möchte, das dann mind. 9 von 10 Trades erfolgreich sein müssten. Das könnte man durchaus schaffen, ist aber schon ziemlich ehrgeizig. Jetzt kommt aber hinzu, dass ich nicht alle Verluste bei 200 % begrenzen kann, so dass sich aus meiner Sicht (und der aus 2 Jahren Anwendung des Short Put Systems bei Jens) langfristig damit kein Geld verdienen lässt.

    wurde in den sozialen Medien nicht veröffentlicht – warum ?
    Wenn man in seinem Forum kritisch fragt kommen sofort andere Teilnehmer, die nachweislich nicht mehrere Jahre dabei sind und wiederholen mantrahaft die Durchhalteparolen die Jens selber ausgibt.

    Sein Konto vom Börsendienst steht jetzt da, wo es ungefähr im Oktober 2016 stand – soviel zu „regelmäßigen Einkommen“. Bis vor kurzem wurde im Börsenbrief die Performance vom IB Kontoauszug gezeigt – jetzt (nach einem größeren Drawdown) wurden die Konten gesplittet (natürlich im Interesse der Kunden) und die Performance wird wieder manuell monatlich in einer Tabelle eingetragen – aus Transparenzgründen ein enormer Rückschritt.

    Mittlerweile dreht sich bei ihm alles nur noch um Marketing, Motivation etc.

    Wer Jens so viele Jahre verfolgt hat auch mitbekommen, das sehr viele „Händlerkollegen“ bei ihm ein und ausgehen. Entweder als Mitarbeiter oder um irgendein neues Produkt zu verkaufen.

    Viele Sachen die ich angesprochen habe, bekommt man erst über einen längeren Zeitraum mit und auch nicht, wenn man nur youtube Videos schaut.

    Letztendlich machen wir ja alles um unser Vermögen zu vermehren und da muss ich feststellen, das Jens eine zweistellige Rendite von 12 – 25 % p.a. durchaus hinbekommt, aber eben wenige Ereignisse ausreichen um aus einem positiven Jahr ein Verlustjahr zu machen. Dafür ist man aber so gut wie täglich mit der Börse beschäftigt (und im Risiko – trotz Risikomangagement wie Positionsgröße). Und eine halbwegs vernünftige Zinseszinsbetrachtung ist dadurch ebenfalls nicht möglich.

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